Kämpfen wie die Musketiere

von Redaktion

Die Legenden Rummenigge, Breitner und Co. glauben an ihre Bayern – und Budapest

Der Anfang der Aufholjagd im Hinspiel in Paris: Abwehrspieler Dayot Upamecano traf per Kopf zum 3:5 für die Münchner – Endstand: 4:5. © Hufnagel/Imago

Was es heißt, unter Druck zu liefern, wissen sie alle: Die Legenden des FC Bayern freuen sich genauso auf das Kracher-Spiel gegen Paris wie die aktuellen Profis – und sind sich sicher, dass die Champions-League-Reise noch bis nach Budapest geht. In der tz erklären sie, was sie trotz des 4:5 aus dem Hinspiel positiv stimmt.

Karl-Heinz Rummenigge: „Um Großes zu erreichen, brauchst Du die nötige Demut, echten Teamgeist und Selbstvertrauen. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft all das mitbringt: Sie hat Respekt vor Paris, weiß aber auch um ihre eigenen Stärken. Sie kämpft wie die Musketiere – einer für alle, alle für einen – und hat bereits über 80 Tore diese Saison in der Allianz Arena erzielt. Außerdem freue ich mich für Vincent Kompany, dass er seinem Job wieder an der Seitenlinie nachgehen kann, er wirkte nicht ganz glücklich auf der Pressetribüne in Paris. Ich glaube fest an unsere Mannschaft und hoffe, dass sie das Ticket nach Budapest lösen wird.“

Paul Breitner: „Beim Spiel meines Vereins tippe ich nicht – und ich gebe auch keine schlauen Tipps. Aber ich wünsche mir natürlich wie immer, wenn mein Verein oder die Nationalmannschaft spielt, dass sie weiterkommen. Dafür muss aber das besser klappen, was diese Saison so oft nicht geklappt hat bei Bayern – und über die grandiose Offensive immer wieder überstrahlt wurde: die Abwehrleistung. Auf der anderen Seite hat Paris ja das gleiche Problem. Denn ansonsten dürfte und würde ein Spiel zwischen diesen beiden Teams nie 5:4 ausgehen, egal wie toll beide Sturmreihen sind. Für das Niveau, auf dem man sich im Halbfinale der Champions League befindet, ist schon zu viel passiert. In der Bundesliga ist das immer überstrahlt worden von den drei grandiosen Stürmern vorne drin. Jetzt aber ist es – wie gegen Real – dramatisch aufgefallen. Drücken wir also die Daumen, dass die Abwehr von Paris auch wieder nicht so spielt, wie es von einem Champions-League-Sieger erwartet wird. So ein Spiel, das wir in Paris gesehen haben, war einmalig. Und ich hoffe, dass das, was bei uns in Paris hinten drin passiert ist, auch einmalig war.“

Sepp Maier: „Es wird auf alle Fälle ein Spiel auf Messers Schneide. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir ins Finale nach Budapest einziehen werden – aber leicht wird‘s nicht. Ich hoffe, dass Manuel Neuer und seine Vorderleute die Null halten. Wenn wir kein Gegentor kassieren, dann bin ich überzeugt, dass wir zum Finale nach Budapest fahren. Und das wäre dann eine wunderbare Geschichte: Sollte die Mannschaft von Vincent Kompany dann wirklich den Henkelpott holen, wäre es exakt 50 Jahre nach dem dritten Europapokal-Sieg hintereinander mit unserer 1974er-Mannschaft.“

Hasan Salihamidzic: „Mit dem zwölften Mann auf der Tribüne und der Allianz Arena als Festung haben wir einen klaren Heimvorteil, ich gehe fest davon aus, dass sich der FC Bayern durchsetzt. Unsere Spieler sind in allerbester Verfassung, sie gewinnen und drehen dabei sogar fast verlorene Partien. Sie sollen sich gegen PSG nicht unter Druck setzen lassen! Sie müssen auch nicht zur Halbzeit 3:0 führen, sondern einfach konzentriert das Spiel gestalten – wir machen das aus unserer Stärke hinten heraus raus.“HLR, BOK

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