Mama Semechin greift an

von Redaktion

Para-Star gibt Comeback nach Babypause

Elena Semechin mit Sohn Klaus Philipp. © Instagram

Berlin – Klaus Phillip ist direkt mittendrin. Ob im Gym, im Schwimmbad oder im Trainingslager fern der Heimat. „Er ist jetzt schon überall mit dabei. Es ist quasi ein Sprung ins kalte Wasser mit uns“, sagt Elena Semechin. Mit knapp acht Monaten hat ihr Sohn schon viel erlebt, nun sieht er seine erfolgreiche Mama erstmals Rennen schwimmen.

Die Paralympicssiegerin springt zum ersten Mal seit der Geburt im vergangenen September in einem Wettkampf ins Wasser. In der Weltserie gibt die 32-Jährige ihr Comeback, ausgerechnet zu Hause in Berlin. „Er wird beim Finale kurz dabei sein“, sagt die sehbehinderte Semechin, „aber ich möchte ihn nicht quälen. Es ist auch immer laut und tropisch in so einem Schwimmbad.“ Ob der Sohnemann seine Mutter auch gleich siegen sehen wird? „Mein Ziel ist es erstmal, überhaupt in meinen Schwimmanzug reinzukommen“, erklärt Semechin und lacht.

Eine Zeit habe sie sich nicht gesetzt, so die gebürtige Kasachin: „Es wäre natürlich schön, wenn ich die Norm für die EM schwimme.“ Dort soll in knapp vier Monaten „auf jeden Fall“ eine Medaille her: „Ich denke, das ist auch möglich. Das ist dann genau ein Jahr nach der Entbindung.“

Schon einmal war Semechin ein wundersames Comeback gelungen. Nach ihrem ersten Paralympics-Gold in Tokio 2021 war bei ihr ein Hirntumor festgestellt worden. Nachdem der Krebs besiegt war, schwamm Semechin zu Titeln bei WM und EM, bei den Spielen in Paris vor zwei Jahren triumphierte sie gar mit Weltrekord.SID

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