Kathleen Krüger wird künftig häufiger im HSV-Stadion vertreten sein. © Charisius/dpa
München/Hamburg – Kathleen Krüger, die beim FC Bayern im Sommer 2024 von der Teammanagerin zur „Senior Leading Expert Sport Strategy & Development“ befördert wurde, weiß, wie eine Kabine tickt. Aber reicht das aus, um beim Hamburger SV als Sportvorständin anzuheuern?
Wie das „Abendblatt“ berichtet, soll die frühere Profi-Fußballerin bald offiziell als HSV-Sportchefin vorgestellt werden und einen Vierjahres-Vertrag unterschreiben. Eine Headhunter-Agentur hatte den Stein ins Rollen gebracht. Im darauffolgenden Assessment-Center stach sie unter anderem namhafte Mitbewerber wie den ehemaligen Dortmunder Sportdirektor Sebastian Kehl aus.
Böse Zungen behaupten, diese Entscheidung sei ganz nach dem Geschmack vom bisher einzigen Vorstand Eric Huwer. Mit einem Neuling wie Krüger sei seine Hausmacht weiterhin groß. Zur Wahrheit gehört nämlich auch: Zwar hat der einstige Bayern-Liebling den DFB-Lehrgang „Management im Profi-Fußball“ erfolgreich abgeschlossen, Praxiserfahrung bezüglich Kaderplanung, Transfergeschäft oder Vertragsverhandlungen hat Krüger nicht. Laut Berichten soll sich Sportdirektor Claus Costa weiterhin um die Themen Kaderplanung und Transfers kümmern. Krüger werde Sport-strategische Themen betreuen und Vorgesetzte von Costa sein.
Krüger wäre die erste Frau in der Rolle als Sportvorstand in der Bundesliga. Bei RB Leipzig ist seit Jahresbeginn die Schweizerin Tatjana Haenni Vorsitzende der Geschäftsführung.BOK, HLR