Rüffel von ganz oben

von Redaktion

Hoeneß zu Laimers Gehaltswünschen: „Er ist kein Maradona!“

Fühlt sich zu wenig wertgeschätzt: Konrad Laimer will mehr Geld. © Gambarini/dpa

München – Dass am Vortag des Champions-League-Krachers gegen Paris beim FC Bayern noch über die Besetzung der Außenverteidiger-Positionen diskutiert wurde, unterstrich die Aussage von ganz oben. Konrad Laimer (28) sei „kein Harry Kane“, hatte Uli Hoeneß mal so ganz nebenbei via „DAZN“ in die unmittelbare Spielvorbereitung hereingeworfen – das hieß übersetzt: Der Österreicher ist weder gesetzt noch unersetzlich. Auf dem Rasen erhielt er am Mittwoch den Vorzug vor Alphonso Davies, daneben aber tritt er in den Verhandlungen über einen neuen Vertrag so selbstbewusst auf, dass es nicht nur dem Clubpatron zu weit geht.

Man kennt dieses Spiel beim FC Bayern: Wenn Hoeneß spricht, spricht er Klartext. So auch in der Causa Laimer, in der Sportvorstand Max Eberl schon am Wochenende gesagt hatte, man würde mit einem ablösefreien Abgang im kommenden Jahr „nicht viel verlieren“. Hoeneß fügte nun an: „Wenn ich da so lese, was er angeblich verdient und was er verdienen will… Konni ist ein Spieler, den ich sehr liebe. Der ist für die Mannschaft, für die Außendarstellung des Vereins unheimlich wichtig. Aber er ist nicht Maradona!“ Wie andere müsse Laimer „akzeptieren, dass sie gut verdienen“. Aber irgendwo ist Schluss.

Der bald zweifache Familienvater Laimer fordert eine satte Gehaltserhöhung. Hoeneß schob nun den Riegel vor: „Das hat nichts mit unserer Politik zu tun, sondern das ist eine Einschätzung seiner Wertigkeit.“ Wie gesagt: kein Kane.HLR, BOK

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