Episches Finale im Abstiegskampf?

von Redaktion

Wolfsburg, St. Pauli, Heidenheim könnten nach dem 33. Spieltag punktgleich sein

Heidenheim – Die Überlebenskünstler des 1. FC Heidenheim beeindruckten sogar einen alten Trainerfuchs wie Dieter Hecking, der in der Fußball-Bundesliga alles gesehen hat. „Es wird ein Dreikampf werden. Heidenheim zeigt gerade, dass sie sich noch längst nicht aufgegeben haben“, so der Coach des VfL Wolfsburg. Weil die lange abgeschlagenen Underdogs von der Brenz plötzlich wieder dran sind, könnte der Abstiegskampf in einem epischen Finale gipfeln.

So ist es gut möglich, dass Schlusslicht Heidenheim, der FC St. Pauli auf Platz 17 und die Wolfsburger auf dem ersehnten Relegationsrang 16 vor dem letzten Spieltag allesamt 26 Punkte auf dem Konto haben. Dafür müssten am Samstag lediglich St. Pauli bei RB Leipzig und der VfL gegen Bayern München verlieren – und Heidenheim am Sonntag beim 1. FC Köln gewinnen.

Es sind schon unwahrscheinlichere Ereignisse in der Liga-Historie eingetreten, doch in Heidenheim bleiben sie cool. „Natürlich schauen wir auch auf die Tabelle. Aber wir achten schon sehr darauf, jetzt nicht zu viel zu rechnen. Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit unserer eigenen Leistung“, sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald. Und die Leistung der Heidenheimer sprach zuletzt für sich. Nicht nur hatte das Team von Trainer Frank Schmidt die Bayern in der Vorwoche beim 3:3 am Rande einer Niederlage, der FCH hat auch nur eine der vergangenen sechs Partien verloren.

Und auf einmal träumt ein ganzer Verein wieder von der Relegation, in der Heidenheim schon in der Vorsaison gerade so gegen die SV Elversberg die Klasse gehalten hatte. „Wir glauben fest daran, dass wir diese Chance haben. Und wir werden alles dafür tun, das kann ich versprechen“, sagte Sanwald.

Bei allem Optimismus könnte der Abstieg nach drei Jahren Bundesliga aber auch schon an diesem Wochenende besiegelt sein. Bei einer Heidenheimer Pleite in Köln bräuchte es dafür nur ein Remis von St. Pauli oder Wolfsburg, bei einem Heidenheimer Unentschieden entsprechend einen Sieg eines der Konkurrenten. „Wir wollen jetzt die drei Punkte gegen die Bayern holen“, sagte Wolfsburgs Patrick Wimmer vor dem Duell mit dem Rekordmeister. Hecking schöpfte Zuversicht aus den jüngsten Ligaauftritten der Münchner in Mainz (4:3) und eben gegen Heidenheim. Der VfL ist seit drei Ligaspielen unbesiegt, während St. Pauli mit acht Partien ohne Erfolg in Serie derzeit die schwächste Form aufweist.SID

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