Enttäuschte Gesichter: Die Bayern-Stars müssen sich nun auf den DFB-Pokal fokussieren. © ANDERSEN/AFP
München – Immerhin: Eine weitere Finalparty muss Jan-Christian Dreesen nicht schmeißen. Der Triple-Traum ist ausgeträumt, die ungarische Hauptstadt Budapest wird die (Feier-) Bayern nicht sehen. Dafür laufen die Planungen für Berlin auf Hochtouren. Nicht wie über lange Jahre in der Repräsentanz von Sponsor Telekom, sondern im Kraftwerk in Berlin-Mitte wird der Rekord-Pokalsieger den Schampus für Mannschaft, Mitarbeiter, Family & Friends kaltstellen. Und auch wenn nach dem bitteren Aus gegen Paris die Enttäuschung überwog, kündigte der Ober-Boss an:„Wenn der Kummer verdaut ist, konzentrieren wir uns auf Berlin. Ich hoffe, dass wir es dort rocken.“
Zweieinhalb Wochen bleiben, um den Ärger verrauchen und die Tränen trocknen zu lassen. Am 23. Mai soll sich das Team von Vincent Kompany dann gegen den VfB Stuttgart „für diese außerordentliche Saison belohnen“. Die Spannung bis dahin hochzuhalten, wird nach dem herben Dämpfer die Kunst. Es wirkte wirklich „ein bisschen platt“, wie Max Eberl treffend feststellte, als der Sportvorstand keine 20 Minuten nach Spielende sagte: „Das nächste ist Wolfsburg – um sich dann für das Pokalfinale in die bestmögliche Verfassung zu bringen.“
Dass der Trip zum Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) beim abstiegsbedrohten VfL keine Lustreise wird, ist trotzdem klar. Irgendwie weitermachen, ist das Ziel. Um am Ende nicht nur das Berliner Olympiastadion, sondern auch die Tanzfläche im Kraftwerk zu rocken, bis der Boss zusperrt.HLR, BOK, VT, PK