Heimspiel in London: Winter will ins WM-Finale

von Redaktion

Mit Gebrüll gegen Japan: Sabine Winter. © Then/dpa

London – Der britische Kommentator war begeistert. „Sie könnte auch für England spielen“, rief er ins Mikrofon, als Deutschlands beste Tischtennis-Spielerin Sabine Winter bei der Team-WM in London wieder einmal die Sportwelt verblüffte. Mit 0:2 Sätzen lag sie im Viertelfinale gegen Hongkong bereits gegen ihre Gegnerin Doo Hoi Kem zurück. Doch die Aufsteigerin der vergangenen anderthalb Jahre gewann dieses Match noch mit 3:2, Deutschland zog ins Halbfinale ein, hat jetzt mindestens schon die Bronzemedaille sicher – und spielt an diesem Samstag gegen Japan um den Einzug ins WM-Endspiel.

Für die 33-Jährige aus Bad Aibling hat dieses Turnier in der Wembley Arena eine doppelte Bedeutung: eine sportliche und eine persönliche. Winters Vater ist Brite. Hinzu kommt: Der bisherige Verlauf dieser Weltmeisterschaft verstärkt nur noch den Eindruck, dass Winters sportlicher Aufstieg keine Grenzen hat.

Seit 2024, seit sie Spielstil und Schlägerbelag änderte. Seitdem, kennt Winters Karriere nur eine Richtung: nach oben. Als einzige Europäerin gehört sie zu den besten Zehn der Weltrangliste. Sie gewann Europas Top-16-Turnier, die Team-EM ohne Satzverlust und erreichte beim Grand Smash in Singapur genauso das Halbfinale wie beim traditionsreichen World Cup in Macau. Auch bei der WM in London ist ihre persönliche Bilanz: sechs Siege in sieben Spielen. Am Samstag sollen weitere folgen.DPA

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