Torgarant Michael Gregoritsch. © IMAGO
Augsburg – Michael Gregoritsch gab zu: „Wir schauen mit zwei Augen auf Freiburg.“ Das erklärte sich so: In Freiburg hatte der Augsburger Stürmer vor einem Jahr noch gespielt und gehört auch weiterhin einer SC-WhatsApp-Gruppe an. Dann: Alle interessieren sich gerade für Freiburg, seit es das Finale der Europa League erreicht hat. Drittens: Der FC Augsburg spielte sich in Reichweite des siebten Platzes in der Bundesliga, wurde mit dem souveränen 3:1 gegen Mönchengladbach selbst zum Aspiranten auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb, „auch wenn wir es selbst nicht in der Hand haben“, so der doppelte Torschütze Gregoritsch. Robin Fellhauer, der ebenfalls einen Treffer beigesteuert hatte, erzählte von Gedankenmodellen in der Kabine – aus denen er ausgestiegen sei: „Bei mir bringt Rechnen nichts.“
Was feststand: Der FCA wird die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz abschließen. Was dieses Abschneiden nahe an ein Wunder heranrückt: Nachdem er aus den zwölf Spielen unter dem Trainer-Flop Sandro Wagner nur zehn Punkte geholt hatte, waren es unter Leitung des eingesprungenen Manuel Baum in 21 Partien 33 Zähler. Der Österreicher Gregoritsch, seit dem Winter da: „Wir hätten uns totgelacht“, wäre eine solche Zahl in den Raum gestellt worden. Am Sonntag verlor Freiburg beim HSV – der FCA bleibt dran an Europa.
Weiter offen: Bleibt Baum FCA-Cheftrainer? Sportdirektor Benni Weber kündigte für den 17. Mai die große Gesprächsrunde an.GÜNTER KLEIN