West Ham fordert VAR-Mitschnitt an
London – Der stark abstiegsbedrohte Premier-League-Club West Ham United will sich nach einer umstrittenen VAR-Entscheidung bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Arsenal an die Schiedsrichterorganisation PGMO (Professional Game Match Officials) wenden. Der Tabellen-18. fordert eine Erklärung der Entscheidung sowie den Tonmitschnitt des Gesprächs zwischen Schiedsrichter und Videoassistent. Die Hammers hatten in der siebten Minute der Nachspielzeit durch Callum Wilson den Ausgleich zum 1:1 erzielt. Das Tor wurde jedoch nach VAR-Eingreifen einkassiert, weil West Hams Pablo den Arsenal-Keeper David Raya gefoult haben soll. Die Szene hat Diskussionen ausgelöst. Beim 3:3 von Manchester City beim FC Everton vor einer Woche war in einer ähnlichen Situation anders entschieden worden. City muss im Titelrennen auf einen Ausrutscher von Arsenal hoffen und hätte von einer Punkteteilung profitiert. „Wenn ich West-Ham-Fan wäre oder tatsächlich auch Manchester-City-Fan, dann wäre ich wohl ein bisschen wütend, denn bei dieser Ecke wurde insgesamt sehr viel gefoult“, sagte Gary Lineker im Podcast „The Rest is Football“.
„Heimatverrat“: Karimis Häuser beschlagnahmt
Teheran – Iranische Behörden haben die Beschlagnahmung mutmaßlicher Immobilien des im Exil lebenden regierungskritischen Fußballstars Ali Karimi angeordnet. Der frühere Mittelfeldspieler des FC Bayern sei ein „Verräter des Heimatlandes“, hieß es. Zwei Gewerbe- und vier Wohnimmobilien Karimis seien „identifiziert und auf gerichtliche Anweisung beschlagnahmt worden“. Der frühere Kapitän der iranischen Nationalmannschaft hatte sich in Onlinediensten immer wieder kritisch zur politischen Lage in seiner Heimat geäußert und Proteste gegen die Machthaber in Teheran unterstützt. 2022 hatte er den Iran verlassen.
Premiere für Chip im Ball beim Pokalfinale
Berlin – Der „Chip im Ball“ feiert seine Premiere beim DFB-Pokalfinale der Männer: Beim Endspiel am 23. Mai (20 Uhr, ARD) im Berliner Olympiastadion zwischen Rekordgewinner Bayern und Titelverteidiger Stuttgart kommt erstmals im deutschen Profifußball ein offizieller Spielball mit integrierter Sensortechnologie zum Einsatz. „Ein im Ball integrierter Sensor erfasst hochpräzise und in Echtzeit Daten zu Ballkontakten, Geschwindigkeit, Flugbahn und Rotation – ohne Einfluss auf Gewicht, Flug- und Sprungeigenschaften oder die Performance des Spielballs“, ließ der DFB wissen.