Urbigs doppelte Neuer-Frage

von Redaktion

Starkes Team: Neuer (r.) mit Vertreter Urbig. © dpa

München – Eine solche Situation schien lange undenkbar: Es ist bald Mitte Mai und der FC Bayern wartet weiter auf die Entscheidung seines Torwarts, ob er in der nächsten Saison zwischen den Pfosten stehen will oder nicht.

Weil dieser Torwart aber Manuel Neuer heißt, einer der besten Keeper der Fußballgeschichte ist, gesteht man ihm zu, seinen Entscheidungsprozess immer weiter auszudehnen: von der Länderspielpause im März bis in den April bis in den Mai. Vieles deutet auf eine baldige Vertragsverlängerung hin, doch fix ist noch nix. Die neue Zeitvorgabe lautet nun: bis zum Finale im DFB-Pokal am 23. Mai. Sportdirektor Christoph Freund betont: „Manu ist der entscheidende Faktor.“

Mit Jonas Urbig gibt es einen jungen Keeper, der Neuer verlässlich vertritt, auch gerade in Wolfsburg (1:0). Sollte Neuer wider Erwarten nicht verlängern, würde er nächste Saison als Nummer eins starten. Eine große Verantwortung, die man Urbig im Verein zwar langfristig zutraut – trotzdem würde man ihn lieber noch ein Jahr an der Seite Neuers reifen sehen.

Bislang blockt Urbig alle Fragen ab, die sich angesichts dieser Situation aufdrängen. Wie plant er die nächste Saison? Was wäre ihm lieber: noch ein Jahr vom Besten lernen oder direkt Stammtorhüter werden? Und was hat Urbig eigentlich im Sommer vor?

Denn die Rufe nach seiner WM-Nominierung werden immer lauter. Kurioserweise wird seine Planung selbst dort von Neuer beeinflusst – und irgendwie auch nicht. Denn trotz aller Dementis halten sich weiter die Gerüchte um ein DFB-Comeback Neuers zur WM.

Urbig wäre dann wohl der beste zweite Torwart, den sich ein Bundestrainer wünschen kann, so gut wie er seine Backup-Rolle im Verein interpretiert.V. TSCHIRPKE, P. KESSLER

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