Juri Knorr (rechts) bezeichnete Magnus Saugstrups Dänen als „maximalen Gradmesser“. © Wolf/IMAGO
Hamburg – Das Duell mit Superstar Mathias Gidsel, die Revanche für das verlorene EM-Finale, das Rendezvous mit seiner neuen Handball-Heimat – Juri Knorr fiebert dem Klassiker gegen Dänemark voller Vorfreude entgegen. Das wird „der maximale Gradmesser“, sagte der 26-Jährige vor dem Länderspiel-Doppelpack: „Ich freue mich auch auf zwei sehr coole Spiele.“
Am Freitag (19.30 Uhr) steigt für die DHB-Auswahl in Kopenhagen das erste Wiedersehen mit Dominator Dänemark nach dem verlorenen EM-Endspiel (27:34), der zweite Test mit dem Olympiasieger, Welt- und Europameister steht dann am Sonntag in Köln (15.30 Uhr/beide ProSieben, Joyn und Dyn) auf dem Programm. „Wir brauchen eine absolute Topleistung“, sagte Knorr, der natürlich hofft, dass Deutschland die Dänen in Zukunft „irgendwann vom Thron wieder runterstoßen“ kann.
Keine Frage, für Knorr sind die beiden Vergleiche zwei ganz besondere Spiele. Denn der hochveranlagte Fanliebling verdient seit nun knapp einem Jahr sein Geld in Aalborg. Aus seiner Komfortzone bei den Rhein-Neckar Löwen zog es Knorr hoch in den Norden. Der Neuanfang war „kein Zuckerschlecken“, aber er biss sich durch und fühlt sich in seiner neuen Heimat mittlerweile sportlich wie privat zunehmend angekommen. „Alles in allem ist es wirklich ganz gut gelaufen“, sagte Knorr.
In Köln wird er sich auch schon einmal warmspielen für das Final Four in der Champions League, am 13. und 14. Juni wird Knorr erstmals mittendrin sein, wenn der Titel in der Königsklasse vergeben wird. „Es ist natürlich mega, dass wir das geschafft haben“, sagte Knorr, der früher als Fan mit seinem Vater im Wohnmobil nach Köln gefahren ist. Als Favorit gilt Aalborg nicht, aber das kümmert Knorr nicht weiter. „Ich habe schon oft als Fan erlebt, dass sich in Köln der Underdog durchsetzt“, sagte Knorr. Und vielleicht gilt das ja auch für Deutschland gegen Dänemark. SID