Ex-Bundestrainer Joachim Löw. © Gora/dpa
München – Der frühere Bundestrainer Joachim Löw räumt Deutschland bei der anstehenden WM große Chancen ein, sieht aber auch noch Verbesserungsbedarf. „Deutschland kann man wieder sehr viel zutrauen – vielleicht auch alles. Deutschland hat mittlerweile in den letzten zwei, drei Jahren auch wieder spielerische Fortschritte erzielt. Es gab ja ein paar Jahre mit Schwierigkeiten, einem Umbruch und so weiter“, sagte Löw am Montag in Berlin.
Ihm gefalle, so der Erfolgstrainer der 2014er-Weltmeister, die aktuelle Spielergeneration. „Spieler wie Florian Wirtz, Jamal Musiala, Kai Havertz, Joshua Kimmich, um nur einige zu nennen, können auf dem höchsten Niveau agieren, das man braucht, wenn man ein Turnier gewinnen will. Auf der anderen Seite wird die Mannschaft mit der größten Stabilität im Turnier Weltmeister. Und da kann unsere Mannschaft noch ein bisschen nachlegen“, sagte Löw.
Eine ähnliche Meinung vertritt auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Zwar sei das DFB-Team „nicht der große Favorit“, wie Matthäus im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte – „aber wenn wir von schweren Verletzungen verschont bleiben, haben wir eine konkurrenzfähige Mannschaft, die sehr weit kommen kann.“
Dem Bundestrainer Nagelsmann allerdings empfahl Matthäus, an seiner öffentlichen Kommunikation zu arbeiten. Mit Verweis auf das Beispiel Deniz Undav sagte Matthäus: „Diese ganzen öffentlichen Erklärungen zu Spielern sollte Julian Nagelsmann besser weglassen.“SID