Verletzte Ulmer

von Redaktion

Leibenath zu Bayern – der Ärger ist groß

Streitbarer Boss: Thomas Stoll. © Hafner/IMAGO

Sorry, Leute: Leibenath geht zu Bayern. © Santemiz/IMAGO

München – Vielleicht ist es ja ganz gut, dass sich die Basketballer des FC Bayern und von ratiopharm Ulm frühestens im Finale der nun beginnenden Playoffs treffen können. Denn bei einem vorzeitigen Wiedersehen wäre die Atmosphäre vermutlich noch weit vergifteter gewesen als im Vorjahr, als sich Ulm-Boss Thomas Stoll rund um die Finalspiele tagelang über via „X“ über die Haltung der Münchner zu einer möglichen Terminverlegung der entscheidenden Parien ereiferte.

Diesmal sitzt die Sache noch ungleich tiefer. Der Umstand, dass sich die Bayern nun im Hauptrunden-Endspurt in Thorsten Leibenath ausgerechnet den Ulmer Mastermind der letzten 15 Jahre geangelt haben. Wobei sich der Unmut vor allem gegen den Seitenwechsler selbst zu richten scheint. Die Ulmer widmeten ihrem einstigen Coach und aktuellen Sportdirektor auf ihrer Homepage zwei dünne Absätze. Mit dem, auch in München verwendeten Verweis: Weitere Äußerungen zur Personalie werde es erst nach Saisonende geben.

Klar, Nebengeräusche kann man gerade jetzt nicht brauchen. Ulm steigt am Samstag in Bamberg in die Playoffs ein, die Bayern dann am Sonntag (Gegner stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest). Leibenath trifft dann auf seinen ehemaligen Meistercoach Anton Gavel, dem er aus der gemeinsamen Zeit in der Domstadt (2019 bis 2024) eng verbunden ist. Dementsprechend wurde Leibenaths Wechsel teilweise schon als Indikator gesehen, dass Gavel vielleicht doch zum Kandidaten für die Nachfolge von Svetislav Pesic in München werden könnte. Tendenz: eher nicht. Zunächst hat man ja andere Pläne. Der Titel soll her – es würde für eine magere Saison versöhnen.RP

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