Augsburg hofft auf den Sprung nach Europa. © Langer/dpa
Stuttgart um Undav steht auf Rang drei. © Weller/dpa
Stuttgart – Zunächst die begehrte Qualifikation für die Champions League, dann erst der Blick auf das Pokalfinale: Beim VfB Stuttgart sind vor den beiden Saison-„Endspielen“ die Prioritäten laut Trainer Sebastian Hoeneß klar gesetzt. „Ich kriege nicht viel mit über Berlin, die Jungs sind sehr klar. Es fällt nicht schwer, den Fokus scharf zu stellen. Erst kommt der Samstag, dann das nächste Ziel“, betonte Hoeneß vor dem abschließenden Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt.
Der VfB, der am 23. Mai im Pokalfinale auf den FC Bayern trifft, geht im engen Kampf um die Königsklasse mit einem leichten Vorteil ins Rennen: Die Schwaben sind als Vierter punktgleich mit der TSG Hoffenheim, weisen aber die um fünf Treffer bessere Tordifferenz auf. Leverkusen auf Rang sechs liegt drei Zähler zurück.
„Es reduziert sich nach langer Saison auf das eine Spiel, das macht es reizvoll. Es wird ein heißes Ding“, sagte Hoeneß und sprach von einem „grundsätzlich schwierigen Spiel gegen einen Gegner, der selbst noch um einen internationalen Platz kämpft“.
Der Trainer der TSG Hoffenheim fand eine Brettspiel-Analogie: „Insgesamt sehe ich es wie ein großes Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel am letztem Spieltag“, sagte Christian Ilzer: „Wir haben es geschafft, an einem finalen Tisch mit Bayern, Dortmund, Leipzig, Stuttgart und Leverkusen zu sitzen.“
Der FC Augsburg glaubt indes an die Chance auf das Erreichen des Europapokals und damit im Dreikampf mit Freiburg und Frankfurt auch an Schützenhilfe. Vor dem furiosen Bundesliga-Finale beim 1. FC Union Berlin sagte Trainer Manuel Baum: „Wenn wir gewinnen, bin ich guter Dinge, dass wir Tabellenplätze gut machen.“
Der FCA geht auf Rang neun in das Saisonfinale und ist punktgleich mit der achtplatzierten Eintracht. Freiburg hat einen Zähler mehr. Das Team auf Platz sieben darf in den Playoffs zur Conference League ran. Baum sagte, dass er während der Partie keine Zwischenstände hören will. Nach den 90 Minuten weiß er, ob es für Europa gereicht hat.DPA/SID