Findet deutliche Worte: Rudi Völler. © Vennenbernd/dpa
München – DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat die Kritik von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß an Bundestrainer Julian Nagelsmann zurückgewiesen und als „faktisch falsch“ bezeichnet. Im Interview der „WAZ“ sagte Völler: „Dinge, die faktisch falsch sind, muss man aber auch widerlegen. Zum Beispiel die Sache mit dem Einspielen vor einer WM. Das stellt sich doch ganz anders dar.“
Hoeneß hatte Nagelsmann in der Vorwoche in einem Interview der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ mit folgenden Worten kritisiert: „Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance.“ Völler trat dem Vorwurf nun explizit entgegen. „Es waren bei jedem Spiel seit Start der WM-Qualifikation mindestens fünf, meist sogar mehr potenzielle Stammspieler verletzt. Es gibt wahnsinnig viele Spiele, die Jungs kommen oft mit Muskelproblemen zur Nationalmannschaft“, sagte er.
Es gehe in den vollgepackten Terminkalendern auch um Belastungsteuerung, dafür brauche es immer wieder Wechsel. „Alles andere ist Wunschdenken.“DPA