Deniz Aytekin schämte sich nicht für seine Tränen. Immer wieder wischte sich der Schiedsrichter vor und nach seinem letzten Einsatz in der Fußball-Bundesliga die feuchten Augen, tief bewegt genoss er die finalen Momente seiner Laufbahn. „Wahnsinn, dass es noch mal so emotional wird und diese Achterbahnfahrt“, sagte der 47-Jährige, als er sein Abschiedsspiel beim 5:1 des FC Bayern gegen den 1. FC Köln hinter sich gebracht hatte. „Der Rahmen war unglaublich und ich bin so dankbar, dass es jetzt so zu Ende geht“, erklärte Aytekin. Mit seiner Familie im Stadion konnte und wollte der Top-Referee die Emotionen nicht unterdrücken. „Es ist genau der richtige Zeitpunkt. Weil ich mich wirklich wie so ein Marathonläufer auf den letzten 500 Metern fühle, und eigentlich war ich schon am Boden zum Krabbeln. Jetzt reicht’s dann auch“, sagte Aytekin, der seit 2008 mehr als 250 Einsätze im Oberhaus hatte, und dreimal als DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet wurde.WELLER/DPA