Verstappens Traum geplatzt: Sein Mercedes stand drei Stunden in der Garage. © IMAGO/DeFodi.de
Rekordkulisse: 352.000 Zuschauer feierten rund um die 25 Kilometer lange Nordschleife den Motorsport. In der Einführungsrunde können sie die Boliden fast anfassen. © Werner/Imago
Strahlender Sieger: Maro Engel. © Gelhardt/Imago
Nürburgring – Max Verstappen hat nach einer Technik-Panne alle Hoffnungen auf einen Sieg bei seinem Debüt im 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring begraben müssen. In Führung liegend traten am Mercedes-AMG des Verstappen-Teams knapp dreieinhalb Stunden vor Rennende Probleme auf. Wegen der notwendigen Reparaturarbeiten an der Box büßte das Fahrer-Quartett um den viermaligen Formel-1-Weltmeister alle Chancen auf den Gesamterfolg ein.
„Absolut am Boden zerstört, dass wir den Sieg nicht nach Hause holen konnten – aber so ist der Rennsport“, schrieb Verstappen bei Instagram. Zuvor hatte der Niederländer einmal mehr sein Talent gezeigt, als er mit tollen Manövern in der „Grünen Hölle“ einen komfortablen Vorsprung herausfuhr. Den Sieg sicherten sich am Ende Maro Engel, Maxime Martin, Luca Stolz und Fabian Schiller in einem weiteren Mercedes-AMG – und das von Startplatz 25 aus.
Verstappen und seine drei Teamkollegen Daniel Juncadella, Lucas Auer und Jules Gounon wurden derweil von einer beschädigten Antriebswelle ausgebremst. Der Niederländer hatte das Auto gerade an den Spanier Juncadella übergeben, als das Team Hinweise auf einen Schaden bekam. Juncadella musste nach wenigen Runden zurück an die Garage fahren.
„Natürlich sind alle mega enttäuscht“, sagte Stefan Wendl, Kundensportleiter bei Mercedes-AMG. „Motorsport kann grausam sein“, sagte Juncadella bei Viaplay. Nach mehr als drei Stunden Reparatur fuhr Juncadella das Verstappen-Auto für zwei Runden auf die Strecke, um gemeinsam mit dem Schwestern-Auto über die Ziellinie zu fahren – in der Gesamtwertung wurde es Platz 38. In den kommenden Jahren wird Verstappen aber noch mehr 24-Stunden-Rennen bestreiten, das stellte er bereits in Aussicht.
Sein Start auf der Nordschleife sorgte für einen enormen Fan-Ansturm. Mit 352.000 Zuschauern wurde der Rekord aus dem vergangenen Jahr deutlich übertroffen.DPA