Emerys Spezialgebiet

von Redaktion

Fünfter Europa-League-Titel winkt

Steht ihm: 2014 gewann Emery mit dem FC Sevilla erstmals die Europa League. © Imago

Birmingham – Ein Denkmal hat Unai Emery in Birmingham schon vor einer Weile bekommen. Nicht weit vom Stadion Villa Park ziert eine Meter hohe Wandmalerei ein Haus. Sie zeigt den Trainer jubelnd. Gut möglich, dass Emery demnächst ein neues Denkmal bekommt. Am Mittwoch könnte der Spanier seinen Legendenstatus in der einstigen Industriemetropole zementieren – mit einem Erfolg im Europa-League-Finale gegen den SC Freiburg (21 Uhr, RTL live).

Erstmals seit 44 Jahren bestreitet Aston Villa ein europäisches Endspiel. 1982 gewann der Traditionsclub den Europapokal der Landesmeister. Sieht man von zwei Erfolgen im unbedeutenden Ligapokal in den 90er Jahren ab, war es das letzte Mal, dass Aston Villa eine Trophäe holte. Unabhängig davon, ob der Pokal nach Birmingham geht, gilt die Saison als Erfolg.

Seit seiner Ankunft vor dreieinhalb Jahren hat Emery aus einem Abstiegskandidaten ein europäisches Topteam geformt und sich nun sogar für die Königsklasse qualifiziert.

Der Spanier gilt als Europa-League-Spezialist. Als Trainer des FC Sevilla gewann er den Wettbewerb dreimal in Serie: 2014, 2015, 2016 – und erneut 2021 mit dem FC Villareal.

Auf dem Weg ins Finale kassierte Aston Villa in 14 Spielen nur zwei Niederlagen – und gewann alle anderen zwölf Partien. Die europäischen Abende wurden zu Festspielen: 4:0 gegen Bologna – und 4:0 gegen Nottingham, durch das Emerys Mannschaft das Ticket für das Finale in Istanbul buchte.

Vielleicht fiebert am Mittwoch im Besiktas-Stadion auch Prinz William mit. Der britische Thronfolger ist seit seiner Kindheit glühender Aston-Villa-Fan. Nach dem 4:0 gegen Nottingham sah man William auf der Tribüne ausgelassen zu Neil Diamonds Gassenhauer „Sweet Caroline“ tanzen. Später soll er mit Spielern und Trainerteam in der Kabine gefeiert haben. Am Mittwoch wieder?DPA

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