GIRO

Noch in Blau, bald in Rosa

von Redaktion

Vingegaard sieht sich auf Siegkurs

Kann Geschichte schreiben: Jonas Vingegaard will das Grand-Tour-Triple vollenden. © Zennaro/EPA

Corno alle Scale – Der einzige, der Jonas Vingegaard aus dem Konzept bringen konnte, war er selbst. Als der dänische Topstar freihändig seinen zweiten Etappenerfolg beim Giro d‘Italia bejubelte, verlor er im steilen Gelände ein wenig das Gleichgewicht, musste gegensteuern und produzierte so ein reichlich schiefes Siegerfoto. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch, schließlich scheint Vingegaard auch (noch) ohne Rosa auf dem Weg zu seinem spektakulären Grand-Tour-Triple unantastbar.

„Wir sind in der Situation, in der wir sein wollten. Ich bin sehr glücklich“, sagte der 29-Jährige nach seinem Triumph auf der neunten Etappe der Italien-Rundfahrt. Am montäglichen Ruhetag durfte er sich dann entspannt zurücklehnen. Ins Trikot des Gesamtführenden ist Vingegaard bislang zwar noch nicht geschlüpft, doch dass er den tapferen, aber auf höchstem Level nicht konkurrenzfähigen Afonso Eulálio bald überflügeln wird, scheint eine Frage der Zeit.

Zu stark präsentierten sich Vingegaard und sein Team Visma-Lease a Bike in der langen ersten Woche. Das große Ziel haben sie klar vor Augen: Als achter Fahrer der Radsport-Geschichte will der zweimalige Gewinner der Tour de France und der Triumphator der letztjährigen Spanien-Rundfahrt am 31. Mai seine Titelsammlung bei den Grand Tours vervollständigen.

Es wäre, wie Vingegaard vor dem Giro erklärte, der letzte Schritt zur „kompletten Karriere“.SID

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