Chaos gegen Lauf – Planegg fordert Dornach

von Redaktion

Relegationsfieber im Würmtal

Planeggs Torgarant: Ex-Profi Aleksander Demonjic (im Trikot von Ex-Club Steyr). © Imago

Planegg/Dornach – In der Vorsaison verzeichnete der Bayerische Fußball-Verband mit 308.000 Zuschauern bei den Relegationsspielen einen Rekord. Aus oberbayerischer Sicht richtet sich der Fokus diesmal vor allem auf das Duell zwischen dem SV Planegg-Krailling und dem SV Dornach. Im Hinspiel der Relegation zur Landesliga treffen am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr) in Planegg die formstarken Würmtaler auf den Chaos-Club aus Dornach, der zuletzt abseits des Platzes für Schlagzeilen sorgte.

Die Dornacher Verantwortlichen hatten vor dem letzten Spieltag ihr Trainerduo Sebastian Wastl und Manuel Ring freigestellt und wollten für den Saisonendspurt Robert Rakaric installieren. Doch daraus wurde nichts: Nach einer Kommunikationspanne zwischen Verein und Mannschaft streikten die Spieler und sprachen sich stattdessen für Innenverteidiger Markus Hanusch als Interimstrainer aus.

Der ehemalige Vereinsvorstand Thomas Hofer sprang ein, um beim Landesligisten nach dem Rücktritt des Sportlichen Leiters René Reiter die Wogen zu glätten. „Das war alles zu kurzfristig, niemand hat absichtlich etwas falsch gemacht“, sagte der Vereinsmitgründer über die turbulenten Tage. Sportlich sieht sich Dornach gegen den Vizemeister der Bezirksliga Süd dennoch als Außenseiter. „Planegg ist ein überragender Gegner, wir sind der Underdog“, so Hofer, der sein Amt nach Saisonende wieder abgeben will.

Die Planegger um Ex-Profi Aleksander Demonjic (32 Saisontore) untermauerten ihre Favoritenrolle zuletzt mit acht Siegen in Serie und einer 4:1-Gala gegen Meister Olching. Nach zehn Jahren Bezirksliga strebt der Verein die Rückkehr in die Landesliga an. „Wir wollen unseren eigenen Jungs eine Perspektive bieten und weniger externe Spieler holen müssen“, erklärt Sportleiter Martin Woytalla. „Wenn der Aufstieg schon dieses Jahr klappt – super.“ROBERT M. FRANK

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