Verblüffend ähnlich. So lautet das Fazit von Jamal Musiala bei der Enthüllung seiner Wachsfigur von Madame Tussauds im Bayerischen Hof in München. „Es sieht so echt aus“, betonte der Bayern-Star am Dienstagnachmittag. Eine Sache gefiel dem 23-Jährigen bei seiner Kopie dann doch besser als beim Original. „Die Figur hat einen besseren Haarschnitt als ich“, scherzte Musiala (dpa-Foto) und brachte damit auch die anwesenden Medienvertreter zum Lachen. „Die kleinen Barthaare sehen aber ein wenig komisch aus. Die Stelle habe ich noch nie rasiert. Das ist vielleicht das Problem.“
Der Entstehungsprozess der Musiala-Figur, die das WM-Trikot der deutschen Nationalmannschaft trägt, war aufwendig und detailreich. Im Rahmen eines vierstündigen Sittings des Offensivspielers wurden hunderte präzise Maße genommen, zahlreiche Fotos angefertigt sowie Haut-, Haar- und Augenfarben exakt bestimmt. Anschließend arbeiteten internationale Expertenteams monatelang an der Umsetzung. Rund 250.000 Euro kostet ein solches handgefertigtes Meisterwerk. „Es ist eine große Ehre für meine Familie und mich. Ich bin stolz darauf“, freute sich Musiala. „Das ist crazy. Ich bin happy!“ Ab heute wird Musialas Wachsfigur dann bei Madame Tussauds in Berlin zu sehen sein. Im WM-Bereich der Ausstellung neben jenen seiner Bayern-Kollegen Manuel Neuer und Joshua Kimmich. Am Samstag (20 Uhr) kämpfen Musiala & Co. gegen Titelverteidiger Stuttgart im Olympiastadion der Hauptstadt um den DFB-Pokal. „Die Vorfreude ist richtig groß, auch bei jenen Spielern, die den Pokal schon gewonnen haben. Wir sehen das im Training. Wir müssen einfach mit vollem Fokus reingehen. Wir haben den Pokal lange nicht gewonnen und müssen alles geben“, betonte Musiala. Zuletzt gewann der FC Bayern 2020 während der Corona-Pandemie den DFB-Pokal.H. RAIF, P. KESSLER