Die Bayern zeigen Muskeln

von Redaktion

Basketballer deklassieren Trier mit 92:65 und können am Samstag ins Halbfinale einziehen

Die entscheidenden Zentimeter: Wenyen Gabriel und die Bayern legten diesmal einen Klassenunterschied zwischen sich und die Gladiators. © Wunderl/IMAGO

München – Nun nimmt es also Fahrt auf, das Unternehmen Titelverteidigung für die Basketballer des FC Bayern. Die Münchner entschieden auch das zweite Viertelfinale gegen die Gladiators Trier deutlich mit 92:65 (48:33) für sich. Sieg Nummer zwei also in der Serie nach dem Modus best of 5 – schon am Samstag (14.30 Uhr). könnte man im dritten Duell das Halbfinale klar machen. Dann allerdings auswärts, das Viertelfinale zieht nun an die Mosel um.

Nach knapp drei Minuten war der Puls von Svetislav Pesic schon wieder erkennbar in die Höhe gerauscht. Der Bayern-Trainer hatte seinen Profis eingeschärft: Einen Kaltstart wie am Sonntag dürfe es nicht noch einmal geben. Doch: Gleich nach eben diesen drei Minuten hatten sich die Bayern vor gut 9400 Zuschauern im SAP Garden schon viermal überlaufen lassen. 0:10 – Zeit einzugreifen für Pesic, der teilweise bis tief ins Spielfeld tigerte.

Aber nach einer Auszeit renkten sich die Dinge ja schnell ein. Die Bayern spielten die Qualitätsvorteile ihres, mittlerweile (fast) kompletten Kaders aus. Das Plus an Länge inklusive. Bis tief ins zweite Viertel hinein tat sich der Aufsteiger sogar schwer, auch nur in die Münchner Zone zu kommen, vom Korb ganz zu schweigen. Und so rauschten die Bayern im D-Zugtempo vorbei.

Das gefiel auch Reihe eins. Clubchef Herbert Hainer etwa oder auch Tristan da Silva, die familiäre Schützenhilfe für Bruder Oscar, schauten entspannter zu als am lange zähen Sonntag. Apropos Oscar – der Münchner bleibt der Mr. Zuverlässig in diesen noch jungen Playoffs. Kein Fehlwurf im ersten, kein Fehlwurf im zweiten Viertelfinale. Am Dienstagabend sammelte er starke 14 Punkte.

Und hätten die Bayern ihren Stil durchgezogen – Teil zwei der Viertelfinalserie hätte noch zu einer ganz anderen Machtdemonstration werden können. Die Gladiators hatten diesmal nicht viel mehr Argumente als den Ex-Bayern Maik Zirbes. Der bullige Center tankte sich das ein oder andere Mal an den Ring durch. Immerhin 14 Punkte sprangen so heraus.

Zu wenig gegen ein Münchner Team, das phasenweise sogar ein bisschen Zauber lieferte. In Person von Neno Dimitrijevic etwa, der den ein oder anderen Zuckerpass durch die die Trierer Defensive streichelte. Neun Assists hatte der Nord-Mazedonier am Ende in seinen knapp 15 Minuten verteilt. Und damit auch bei seinem Trainer für ein bisschen Ruhe gesorgt.RP

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