Olympiasieger ist er schon: Matt Tkachuk. © Imago
Zürich – Leon Draisaitl ist doch bei der Eishockey-WM. Zwar hat der deutsche Superstar der Edmonton Oilers seine Teilnahme abgesagt (Verletzung, Aufarbeitung der Edmonton-Ollers-Krise, Hausbau) – dennoch sieht man ihn in der Zürcher Swiss-Life-Arena in jeder Drittelpause auf dem gigantischen Videowürfel. Draisaitl wirbt für „Plyrs“, das offizielle Sportgetränk der NHL, das auch WM-Sponsor ist.
Die Spots dürften Matt Tkachuk triggern. Bei Olympia hatte der amerikanische Stürmer im direkten Duell Draisaitl vor den Kameras verhöhnt, da der Deutsche den Stanley Cup noch nicht gewonnen hat, Tkachuk mit Florida zweimal: „Immer nur die Brautjungfer, Leon, niemals die Braut.“ Draisaitl konterte: „Er hält sich für gut im Provozieren.“
Für Dienstag war Tkachuks Ankunft in Zürich avisiert. Der 28-Jährige war vor zwei Wochen als WM-Teilnehmer von Team USA bekannt gegeben worden, doch der Fan von Donald Trump nahm noch Urlaub: Er wurde Vater, verbrachte die ersten Tage mit der Familie.
Sein Anreiz für die Europa-Reise: Als Weltmeister würde er aufgenommen in den „Triple Gold Club“, die Voraussetzungen Olympiasieg und Gewinn des Stanley Cup hat er erfüllt. Er wäre der erste Amerikaner im elitärsten Kreis des Welteishockeys (30 Mitglieder).GÜK