Montréal – Max Verstappen musste bis in die verregneten Wälder der Eifel reisen, um sich mal wieder wie ein Sieger zu fühlen. „Ich habe diese Erfahrung trotzdem sehr genossen“, sagte der Niederländer, es war schließlich auch ein willkommener Ausbruch aus dem motorsportlichen Alltag. Der geht an diesem Wochenende in Montréal weiter. Und Verstappen, Ferrari und McLaren blicken hoffnungsvoll auf die Rennen in Kanada.
Erdrückend war Mercedes nur zu Beginn der Saison, schon zuletzt in Miami ergab sich ein ganz anderes Bild. Die Konkurrenz hatte die einmonatige Pause genutzt, um große Updates an die Autos zu bringen, und das wirkte: Den Sprint gewann Weltmeister Lando Norris vor Oscar Piastri und Charles Leclerc, im Qualifying war Verstappen plötzlich ganz nah dran an Pole-Setter Kimi Antonelli. Der gewann dann zwar das Rennen, hatte aber schwer gegen Norris zu kämpfen.
Alle drei anderen Topteams waren zumindest phasenweise wieder in Schlagdistanz: „Wir haben gesehen, dass diese Saison ein Entwicklungsrennen wird“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Vor allem der Weltmeister-Rennstall McLaren, der die nächsten Upgrades für Kanada ankündigte, darf nun als erster Herausforderer gelten.
Mercedes ist nun gefordert. „Unsere Konkurrenten haben einen Schritt nach vorne gemacht, und darauf müssen wir reagieren“, sagt Wolff, „wir bringen unser erstes Update-Paket des Jahres nach Montréal mit.“ Klingt wie eine Kampfansage.SID