Meistermacher: Trainer Bennet Wiegert. © Huebner/Imago
Magdeburg – Bennet Wiegert tropfte das Meisterbier aus den Haaren, das T-Shirt klebte am Oberkörper. Völlig abgekämpft, aber überglücklich gab der Erfolgscoach des SC Magdeburg nach dem dramatischen Titelgewinn den Partybefehl. „Ich freue mich unendlich, die Jungs sollen richtig die Sau rauslassen“, sagte Wiegert nach dem 31:30 gegen die SG Flensburg-Handewitt.
Auf dem Weg zum vierten Meistertitel plante der 44-Jährige jedes Detail, am späten Donnerstagabend hatte er aber keine Kraft mehr, um in der Nacht auch noch die Feier-Meute anzuführen. „Ich bin raus. Ich habe so viel bestimmt in dieser fucking Saison“, sagte Wiegert erschöpft: „Ich lasse mich leiten, heute hat die Mannschaft die Chance, mich überall mit hinzunehmen – aber bloß nicht in irgendeinen Flieger.“
Magdeburg sei „wahrscheinlich über die ganze Saison hinweg verdienter deutscher Meister“, erklärte er: „Ob wir heute ein verdienter Sieger sind – damit tue ich mich schwer.“ Die Flensburger, die um die Champions League kämpfen, hätten mehr verdient gehabt. Es sei ihm „fast unangenehm, als Sieger vom Platz zu gehen“.SID