Kakadu-Party im FCB-Kraftwerk

von Redaktion

Mit Kool Savas und Kater: Bayerns Pokalnacht war wild, kurios und sehr, sehr lang

Stargast II: Der meterhohe Kakadu am Eingang. © insta

Stargast I: Rapper Kool Savas heizte den Bayern ein. © fcb

Prost: Harry Kane ließ sich bei der Siegesparty in der Kabine nicht zweimal bitten. Acht (!) Liter Bier fasst die Trophäe. © fcb

München – Ab 22 Uhr gab es beim FC Bayern am Samstagabend kein Halten mehr. Der Moment, in dem Spieler, Trainer und Staff nach dem 3:0 gegen den VfB Stuttgart und dem ersten Pokalsieg seit 2020 in die Fankurve des Berliner Olympiastadions gelaufen waren, eröffnete die lange Partynacht. Mittendrin: der 52 Zentimeter große und 5,7 Kilogramm schwere Pokal, Fassungsvermögen acht Liter. Das eine oder andere Getränk wurde schon in der Kabine geleert, später ging es in der Partylocation „Kraftwerk“ und dem „Soho House“ im Berliner Nachtleben weiter, bis es wieder hell wurde.

Vor 6 Uhr waren die wenigsten im Bett. Die Augen waren klein, als es am Sonntagvormittag zurück nach München ging. Aber: geschenkt! Die Party war es wert. Besonders zulangen musste Konrad Laimer, das merkte man dem Österreicher schon an, als er als einer der Letzten gegen Mitternacht den Weg zum Bus nahm. Der Außenverteidiger war vom DFB zur Dopingprobe gebeten worden. Obwohl er Bier um Bier trank, dauerte es: „Das macht keinen Spaß. Nach dem Pokalsieg Doping. So eine Sch…“ Laimers Zwischenfazit, nachdem er die Kabinensause verpasst hatte. „Ich hoffe, jetzt geht es wieder bergauf.“

Dass die Spieler dafür motiviert waren, ist nur logisch. Allen voran die Partygranaten um Alphonso Davies, der den Pokal unter tosendem Applaus ins „Kraftwerk“ trug, und die Jungstars, die ihrem Dresscode treu blieben. Wie schon bei der Meisterfeier mit Sonnenbrillen traten Aleksandar Pavlović, Tom Bischof und Lennart Karl den Weg in die Berliner Nacht an. Etwas stilvoller gab sich der Mann des Abends: Harry Kane. Im braunen Ton-in-Ton-Outfit strahlte der Stürmer aus, was er schon auf dem Rasen gezeigt hatte: Größe und Qualität. So viel, dass er mal wieder ein ganz besonderes Souvenir mit nach Hause nahm. Allerdings hatte er dafür einen Helfer.

Hans-Peter Renner, Legende aus der Medienabteilung, hütete neben Kane beim Interview-Marathon eine weiße Plastiktüte. Darin: natürlich der Ball, den Kane sich als Hattrick-Torschütze gesichert hatte. Daheim allerdings, sagte der Engländer, wird er einen besonderen Platz bekommen, die Kids sollen nicht so viel damit kicken. So ein erster Pokalsieg ist eben auch für den Mann, der alles kann, nichts Alltägliches.

Daher war es auch kein Wunder, dass Vincent Kompany den DFB-Pokal direkt in Kanes Hände gab. Noch während eines Interviews überreichte der Belgier den goldenen Pokal. Er nahm ihn mit ins „Kraftwerk“, wo bei Sushi, Pizza, Wiener Schnitzel und Prime Beef Filet gefeiert wurde. An der Bar gab es von Espresso Martini über Bier und Champagner bis hin zu Signature Cocktails alles. Mit dabei: natürlich der meterhohe Kakadu, der die rund 1200 geladenen Mitarbeiter und Gäste schon am Eingang begrüßte. Ein beliebtes Fotomotiv, genau wie die beiden Trophäen, die als Replika vor einer roten Fotowand aufgebaut waren.

Leer war es dort lediglich, als auf der Bühne ein absoluter Stargast aufkreuzte: Die Bayern hatten den Berliner Rapper Kool Savas engagiert. Drei Lieder, 20 Minuten Ekstase. Sogar der „Stern des Südens“ geht als Rap-Version. Die Spieler genossen ihren Abend in einem leicht abgetrennten Bereich und zogen dann weiter. Im „Soho House“ war man später in einem gemieteten Bereich ganz unter sich. Um sieben Uhr morgens hatte mancher Kicker immer noch nicht genug.HANNA RAIF, MANUEL BONKE

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