Christian Wück muss auf Giulia Gwinn verzichten. © dpa
München – Von einer Quartier-Suche in Brasilien hält Christian Wück derzeit noch rein gar nichts. „Ich bin als Fußballer sehr abergläubisch“, sagte der Frauen-Bundestrainer am Dienstag bei seiner Kader-Bekanntgabe für die entscheidenden Spiele um das direkte WM-Ticket – und reagierte leicht allergisch auf die entsprechende Frage: „Ich werde mich erst damit beschäftigen, wenn wir qualifiziert sind.“
Wenn alles nach Plan läuft, kann sich Wück ab Freitag kommender Woche mit möglichen Herbergen für die Endrunde im kommenden Jahr beschäftigen. Mit einem Sieg gegen Norwegen in Köln (20.35 Uhr/ARD) kann die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihr Ticket lösen. Der zweimalige Weltmeister führt die Gruppe A4 nach dem jüngsten 0:0 in Österreich aber nur noch mit einem Punkt vor den Skandinavierinnen an. Ein Remis ist also Pflicht, wenn das DFB-Team zur Not vier Tage später in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (18.00 Uhr/ZDF) ihr Schicksal selbst bestimmen will.
Der Teamgeist wird nötig sein, schließlich plagen Wück personelle Sorgen. Schon seit einer Woche ist klar, dass er ohne Kapitänin Giulia Gwinn auskommen muss. Die Rechtsverteidigerin fehlt aufgrund einer Schulteroperation. Auch Nicole Anyomi muss wegen einer Verletzung verzichten.SID