Feiert gerne: Davies mit dem DFB-Pokal.
München – Einen großen Auftritt hatte Alphonso Davies schon am Samstag in Berlin. Der Applaus war laut, als der derzeit verletzte Kanadier den DFB-Pokal vor all seinen Kollegen ins „Kraftwerk“ trug. Endlich mal wieder Doublesieger, endlich ein paar Stunden raus aus der nervigen Reha. Aber es hilft nichts: Ab Sonntag hieß es wieder schuften, schuften, schuften. Denn um bei der (Heim-)WM dabei zu sein, zählt für Davies aktuell jede Stunde. Darin sind sich der FC Bayern und der kanadische Verband – anders als bei zurückliegenden Verletzungen – sogar einig.
Der Plan für die Rückkehr wurde gemeinsam gefasst. Und allein das ist nach all den Querelen inklusive Androhung juristischer Schritte vor einem knappen Jahr schon mal eine sehr gute Nachricht. Beide Seiten gehen davon aus, dass Davies seine Oberschenkelverletzung bis zur WM auskuriert. Aber Nationaltrainer Jesse March sagte mit Blick auf weniger als drei Wochen bis zum ersten Spiel: „Ich glaube nicht, dass er am 12. Juni ganz fit sein wird, aber wir werden sehen.“ Im Aufgebot, das der Chefcoach am Freitag bekanntgibt, wird Davies stehen, das Auftaktmatch in Gruppe B gegen Bosnien-Herzegowina wird aber wohl noch ohne ihn stattfinden. Es folgen die Duelle in Vancouver mit Katar (18. Juni) und der Schweiz (24. Juni) – aller Voraussicht nach mit Davies.
Dafür haben die Bayern – Jan-Christian Dreesen pflegt inzwischen ein intensives Verhältnis, mit Sportdirektor Christoph Freund gab es „wirklich gute Gespräche“ – und „Canada Soccer“ einen detaillierten Plan ausgetüftelt. Zum Wohle von Davies.HLR, BOK, VT