Bei der Tour de Romandie überzeugte Lipowitz. © DPA
München – Mit der Ruhe ist es für Florian Lipowitz vorerst vorbei. Der Countdown zur Tour de France läuft, und der deutsche Radsport-Star steckt längst in der finalen Vorbereitung. In knapp fünf Wochen wird mit dem Grand Départ in Barcelona die Jagd nach dem Gelben Trikot eröffnet – mit Lipowitz im erweiterten Favoritenkreis.
Ein Jahr nach seinem Traumdebüt und der Fahrt aufs Podium in Paris startet der 25-Jährige unter veränderten Vorzeichen in die 113. Frankreich-Rundfahrt (4. bis 26. Juli). Bei seiner zweiten Tour-Teilnahme hat Lipowitz plötzlich etwas zu verlieren. Ein Underdog wie 2025 ist er nicht mehr, die Erwartungshaltung insbesondere in Deutschland ist enorm gestiegen.
Lipowitz weiß das – und fühlt sich der Situation gewachsen. „Ich glaube, dass ich als Fahrer dieses Jahr reifer bin und besser mit dem Druck umgehen kann“, sagte Lipowitz aus dem Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada. Der Shootingstar des Teams Red Bull-Bora-hansgrohe tritt mit gewachsenem Selbstvertrauen auf, auf und neben dem Rad. Treu bleibt er sich trotzdem, auf großspurige Töne und Kampfansagen verzichtet Lipowitz weiterhin.
Vielversprechend war zuletzt der zu erkennende Formanstieg. In der Schweiz bot Lipowitz Anfang Mai Tour-Titelverteidiger Pogacar Paroli, wagte sogar Attacken auf den Weltmeister. Den Scheitelpunkt der Formkurve will Lipowitz, der als Vorbereitung noch die Slowenien-Rundfahrt (ab 17. Juni) bestreitet, in der harten Tour-Schlusswoche erreichen.SID