Im Handball-Himmel

von Redaktion

Melsungen holt erstmals European League

Erzielte das finale Tor: David Mandic. © Alibek Käsler

Hamburg – Nationalspieler Timo Kastening rannte völlig losgelöst über das Spielfeld, Final-Held Nebojsa Simic weinte Tränen des Glücks: Die MT Melsungen hat Handball-Geschichte geschrieben und erstmals die European League gewonnen. Während die Stars des THW Kiel sich frustriert die Trikots über das Gesicht zogen, feierten die Melsunger ihren historischen ersten großen Titelgewinn im Thriller von Hamburg wild mit den mitgereisten Fans. „Oh, wie ist das schön“, sangen Kastening und Co. nach dem dramatischen 24:23 (13:12)-Erfolg.

Damit bleibt auch der zweitwichtigste Europapokal fest in deutscher Hand, es war der zehnte Erfolg eines Bundesliga-Clubs bei den vergangenen elf Auflagen. Bester Werfer aufseiten der Melsunger war in einem heiß umkämpften Endspiel Dainis Kristopans mit vier Treffern. Den Grundstein für den Sieg legte der Bundesliga-Siebte mit einer bärenstarken Defensive um Torhüter Simic, an der sich die THW-Stars immer wieder die Zähne ausbissen. Melsungen hatte im Halbfinale am Samstag schon den Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt (37:30) ausgeschaltet.

Für Kiel, das in Lukas Zerbe (5 Tore) seinen Top-Torschützen hatte, platzte unterdessen nicht nur die Hoffnung auf den ersten internationalen Titel seit dem Champions-League-Triumph 2020. Der Rekordmeister, in der Liga aktuell nur Fünfter, wird in der kommenden Saison zum dritten Mal nacheinander nicht in der Königsklasse spielen.SID

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