Hinein ins Glück: Der Münchner Jamal Musiala (2.v.re.) holte sich mit seinem Tor zum 4:0 wichtigen Rückenwind für das Turnier in Nordamerika. © Waelischmiller/IMAGO
Die deutsche Nationalelf schlägt Finnland mit 4:0 (1:0). Die Einzelkritik:
Oliver Baumann: Durfte in Abwesenheit des weiter angeschlagenen Manuel Neuer das deutsche Tor hüten. Erledigte seine Aufgabe dabei gewohnt zuverlässig und wurde vom Mainzer Publikum demonstrativ gefeiert. Note: 3
Joshua Kimmich: Bereitete das 1:0 durch Undav mit einer starken Flanke vor und belebte das Offensivspiel mit seinen Chip-Bällen und Seitenverlagerungen. Note: 2
Jonathan Tah: Wurde defensiv kaum gefordert und verteidigte konzentriert. Note: 3
Nico Schlotterbeck: Überzeugte mit seiner starken Spieleröffnung. Note: 2
Nathaniel Brown: Machte viel Betrieb nach vorn, ließ sich defensiv aber teils zu leicht überlaufen. Daher eine Leistung mit Licht und Schatten. Note: 3
Aleksandar Pavlovic: Ging als Mittelfeldchef voran und dirigierte die deutschen Angriffe mit seinen präzisen Pässen.Note: 2
Felix Nmecha: Brachte mit seiner Ruhe am Ball und seiner Stärke im Dribbling wichtige Qualitäten ins DFB-Spiel, die die Nagelsmann-Elf auch bei der WM gebrauchen kann. Note: 2
Lennart Karl: Man merkte dem Youngster bei seinem ersten Startelfeinsatz an, wie sehr er sich für einen Stammplatz empfehlen wollte: Karl war hochmotiviert, forderte viele Bälle und zog immer wieder in die Mitte. Starke Vorlage zum 3:0 und eine Leistung, die Lust auf mehr macht. Note: 1
Jamal Musiala: Wirkte leider auch in diesem Testspiel lange wie ein Fremdkörper in der Offensive. Dann traf Musiala aber mit einem präzisen Schuss zum 4:0 – was hoffentlich ein Brustlöser auf seinem Weg zur WM-Form sein könnte. Note: 3
Florian Wirtz: War in der Offensive unauffällig, stand beim 2:0 aber goldrichtig und traf problemlos. Note: 3
Deniz Undav: Ließ zunächst zwei Chancen auf die Führung aus (8. und 27.), netzte dann aber per Kopf zum 1:0 ein (34.). Erkämpfte zudem vor dem 2:0 stark den Ball und legte quer auf Wirtz. Das 3:0 erzielte Undav dann wieder selbst und stellte dabei seinen Körper im Stile eines Weltklasse-Stürmers zwischen Ball und Gegenspieler. So wurde der Stuttgarter Angreifer zum Mann des Abends – der kurz danach allerdings angeschlagen vom Feld musste. Note: 1