Budapest – Kai Havertz verließ Budapest stimmungstechnisch noch „ein bisschen angeschlagen“, der Blick nach vorne hellte die Miene des deutschen Nationalspielers aber schnell auf. Den Schmerz über das im Elfmeter-Krimi verlorene Finale der Champions League sollte erst die Meisterfeier mit dem FC Arsenal am Sonntagnachmittag in London vergessen machen, hinzu kam die „Riesenvorfreude“ auf das baldige Wiedersehen mit den Kollegen bei der DFB-Auswahl.
„Ich habe mir schon ein paar Videos auf YouTube angeguckt von den Jungs. Ich kann es kaum erwarten, zu den Jungs zu stoßen. Jetzt ein, zwei Tage nochmal Pause und dann geht es am Dienstag los“, sagte Havertz nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain bei Sky. Eine Chance auf einen zweiten Titel in dieser Saison gibt es ja noch, wenn auch eine eher geringe.
Im vorletzten WM-Test des DFB-Teams fehlte Havertz noch, doch seine zentrale Rolle in den Planungen von Bundestrainer Julian Nagelsmann für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) steht außer Frage – der 26-Jährige untermauerte dies nicht zuletzt mit seiner Leistung im Finale von Budapest.
Havertz bleibt ein Mann für besondere Momente. Und nutzte die erste Chance des Spiels. Der Treffer sei „natürlich ein Top-Gefühl, aber trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel, muss ich sagen.“SID