Wortreich: KMH, Kromp, Kramer und Mertesacker.
Yksi, kaksi, kolme! Das ist Finnisch und heißt „1,2,3“. So schnell geht’s jetzt dahin bis zur WM. Gestern im Zweiten wurde das Sitzfleisch schon mal warmgesessen, die perfekten Chips-Sorten standen auf dem Prüfstand. Augustiner mit oder ohne Umdrehungen ist eh gesetzt. Wir haben überprüft, wie das Testspiel-Finish der Mainzelfinnen verlief.
– Taustatiedot: Das ist keine niederbayerische Beleidigung („Sauschädl!“), sondern Finnisch für Drumherum, Gedöns. Davon war jede Menge im Angebot. „Willkommen zu einem fantastischen Fußballabend“, flunkerte KMH. Sie trägt das Haar jetzt spektakulär XXL-lang, passend zum XXL-Turnier. „Eine WM zwischen Mythen und Money“, dichtete das ZDF – was wichtiger als die Aufstellung war. Die gab’s im Internet um 19.38 Uhr, und im Fernsehen um 20.30 Uhr, nach einer Viertelstunde Warmlabern. Das darf bei der WM schneller funktionieren.
– Asiantuntijat: Dass das auf Finnisch für „Experten“ steht, weiß außerhalb von Helsinki und Korvapuustitunturi kaum jemand. Am Samstag haben sich die ZDF-Weltmeister Chris Kramer und Per Mertesacker noch beim großen Fußball in Budapest rumgetrieben, beim Phantomschmerz-Spiel PSG – Arsenal. Gestern dann „das wichtige Länderspiel gegen Finnland“, wie Merte spottete. Scheinbar nahm er den Kick nicht restlos ernst. Kramer, Mertesacker und Fritzy Kromp machen bei der WM bestimmt Freude – auch wenn Kramer gestern traurig haderte, dass er Einzelkind ist, seufz. Blöd, denn zwei, drei Christophs als Experten könnte man bei der Langzeit-WM gut brauchen.
– Kommentaattori: Ah, wir können doch Finnisch! War gar nicht so schwer. ZDF-Kommentaattori Olli Schmidt sprach launig über die „Supersize-WM“, über den FIFA-Triple-Whopper. Und er hatte bittere Wahrheiten parat: „Das Finale 2014 in Rio war das letzte WM-K.o.-Spiel für Deutschland.“ Das soll sich beim Donald mit dem Einzug ins Sechzehntelfinale ändern. Sehr kurzweilig auch seine schrullige Aussprache von Frankfurt-Jungstar „Nässäniäl Braun“, das klang fast Finnisch. Die solide ZDF-Nummer-1 für die WM merkte zunächst schnell, dass die Finnen keine Lappen sind. Das DFB-Topduo Wirtz/Musiala stellte er als „Zocker und Zauderer“ vor. Da ist der Weg zum WM-Zauberer nicht weit – man muss ja flexibel sein vor so einem Turnier.