Das war‘s für Hamburg

von Redaktion

Olympia: München, NRW und Berlin hoffen

In München war die Mehrheit für eine Olympia-Bewerbung. © Wunderlich/dpa

Hamburg – Frust bei den Triebfedern der Hamburger Olympia-Bewerbung um Bürgermeister Peter Tschentscher, Jubel und Genugtuung bei NOlympia – und der DOSB blickt gleich nach vorn: Nachdem Hamburg wie schon 2015 am Nein seiner Bevölkerung gescheitert ist, muss der Deutsche Olympische Sportbund im Casting des nationalen Bewerbers beim Internationalen Olympischen Komitee nun „nur“ noch aus dem Trio München, Köln/Rhein-Ruhr und Berlin den Top-Kandidaten finden.

„Wir müssen uns ab dem 4. Juni genau anschauen: Was sind die Angebote, die uns gemacht werden“, sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke dem NDR. Bis Donnerstag müssen die verbliebenen drei Bewerber ihre finalen Konzepte vorlegen. Am 26. September will die DOSB-Mitgliederversammlung entscheiden, welchen Kandidaten man beim IOC ins Rennen schicken will. Das Nein aus Hamburg sei Teil des demokratischen Prozesses, die Aussichten auf den Zuschlag durch das IOC für 2036, 2040 oder 2044 sieht Fricke als „recht gut an“.

Die Unterstützung der Bevölkerung ist bei der Entscheidung ein wichtiger Faktor. Bei der öffentlichen Rückendeckung schlägt das Pendel klar Richtung München und NRW, die ihre Referenden jeweils mit Zwei-Drittel-Mehrheiten gewannen. Berlin führte keine Bürgerbefragung durch, dies wird in der Hauptstadt als Malus angesehen. Der DOSB geht davon aus, dass das IOC die Spiele 2036 frühestens im kommenden Jahr vergeben wird.SID

Artikel 1 von 11