Zwischen Erleichterung und Sorgen

von Redaktion

USA gewinnt Testspiel – doch es drohen leere Ränge und Streiks

Das US-Team gewann gegen Senegal. © SQUIRE/AFP

Chicago – Christian Pulisic war erleichtert, und mit ihm selbstverständlich alle, denen die Nationalmannschaft der USA am Herzen liegt. Seit dem 28. Dezember hatte der Star des WM-Hauptgastgebers keinen Treffer mehr für seinen Club AC Mailand erzielt, im Nationaltrikot war er sogar seit dem 18. November 2024 erfolglos geblieben – nun aber scheint vor der WM-Generalprobe gegen Deutschland am Samstag in Chicago der Knoten geplatzt.

Pulisic legte im WM-Probelauf gegen WM-Teilnehmer Senegal (3:2) erst die Führung durch Sergino Dest auf (7.), dann traf er endlich selbst (20.). „Es fühlt sich großartig an“, sagte der ehemalige Dortmunder nach dem ersten Sieg der USA in diesem Jahr. Pulisic spielte nur 45 Minuten mit, sein Trainer war dennoch zufrieden mit dem, was er gesehen hatte: „Ich freue mich für ihn“, sagte Mauricio Pochettino.

Das Spiel gegen den Senegal, für den der ehemalige Münchner Sadio Mané die Tore zum zwischenzeitlich Ausgleich erzielte, verfolgten in Charlotte in der Arena der NFL-Franchise Carolina Panthers 57.741 Zuschauer – Tickets dafür waren anfänglich ab 30 Dollar zu haben. Für das Spiel gegen die DFB-Auswahl werden im Soldier Field (61.500 Plätze) mehr als 55.000 Fans erwartet – die billigste Karte dafür kostete ursprünglich 64 Dollar.

Ein volles Stadion würde sich das US-Team auch für sein WM-Auftaktspiel gegen Paraguay am 12. Juni in Los Angeles wünschen – allerdings: Die Chancen dafür stehen schlecht. Nach Recherchen des Portals „The Athletic“ drohen etwa 10.000 der 70.000 Plätze im Stadion leer zu bleiben. Rund 3500 Tickets sind noch gar nicht verkauft, 6500 weitere schlummern auf den Zweitmarkt-Plattformen vor sich hin – zu astronomischen Preisen.

Zu allem Überfluss droht nun auch noch Ärger mit der Gewerkschaft, die mehr als 2000 Mitarbeiter des SoFi Stadiums vertritt: Sie will nach den bislang ergebnislosen Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag über einen Streik abstimmen lassen. Ein zentraler Streitpunkt: Von der FIFA und dem Stadionbetreiber fordert die Gewerkschaft die Garantie, dass keine Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE das Gelände betreten dürfen.

Sollte die bekannt streikfreudige Gewerkschaft („Unite Here Local 11“) zum Ausstand aufrufen und diesen dann auch durchziehen, hätte die FIFA ein Problem.SID

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