Davies kämpft gegen die Zeit

von Redaktion

Bayern-Star arbeitet am Comeback

Der WM-Auftakt kommt für Davies zu früh. © Vinnick/AFP

Edmonton – Co-Gastgeber Kanada hat auch ohne seinen weiterhin angeschlagenen Topstar Alphonso Davies Fahrt für den Start in die Heim-WM aufgenommen. In der Nacht zu Dienstag gewann das Team von Trainer Jesse Marsch 2:0 (0:0) gegen Usbekistan in Edmonton. Das größte Thema bleibt zehn Tage vor dem Auftaktspiel gegen Bosnien und Herzegowina in Toronto jedoch die Gesundheit von Davies, der sich im Rahmen des Spiels auch selbst zu seiner Rückkehr äußerte.

„Wir müssen einfach abwarten, wie sich alles in den nächsten Tagen entwickelt. Ich mache einfach mit meiner Reha weiter und schaue, wie ich mich fühle, Tag für Tag, Schritt für Schritt“, sagte Davies. Ob er rechtzeitig für den WM-Auftakt fit wird, „hängt davon ab, wie die Reha verläuft“.

Davies hatte sich am 6. Mai bei Bayern Münchens Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain verletzt und seit März 2025 nicht mehr für sein Heimatland gespielt. Zuletzt war er dennoch als Kapitän in den WM-Kader berufen worden. Derzeit fühle es „sich gut an, wieder auf den Platz zu gehen. Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein und freue mich, bei den Jungs zu sein und sie zu unterstützen. Ob auf dem Platz oder daneben – ich mache das gerne“.

Mut machte immerhin eine MRT-Untersuchung in der vergangenen Woche, die „wirklich gute Fortschritte“ gezeigt hätte, sagte Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch. Davies habe für gewöhnlich „einen guten Heilungsverlauf“, was ein ermutigendes Zeichen sei. Fest steht: „Alphonso ist eine große Persönlichkeit und ein wichtiger Spieler für uns.“

Im Idealfall bildet Davies gemeinsam mit Moise Bombito, Derek Cornelius und Alistair Johnston die Abwehr. Alle vier hatten jedoch bis zuletzt große Teile der Saison verletzt verpasst, auch Innenverteidiger Alfie Jones hat seit Dezember kein Spiel absolviert. Abwehrchef Bombito kam wegen eines Schienbeinbruchs sogar nur zu zwei Einsätzen, im Oktober. Dass er dennoch bei der WM dabei ist, sei „ein kleines Wunder“, meinte TSN.

Die Liste ließe sich weiter fortsetzen: Offensivspieler Marcelo Flores erlitt am Wochenende einen Kreuzbandriss. Die Personalsorgen sind immens.SID

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