Die Bosse im Mittelfeld

von Redaktion

Pavlovic und Nmecha sind gesetzt und bringen unterschiedliche Profile mit

BVB-Kicker Felix Nmecha (links) und Bayern-Passmaschine Aleksandar Pavlovic. © Hildenbrand/AFP

Chicago – „Vielleicht tun wir noch was, sonst machen wir es mit Aleks von unserer U23.“ Diesen Satz ließ der damalige Bayern-Trainer Thomas Tuchel im Transfersommer 2023 fallen, als er bei jeder Gelegenheit öffentlich eine sogenannte „Holding Six“ forderte. Gemeint war Aleksandar Pavlovic. Wie die tz erfuhr, hoffte Tuchel jedoch intern nicht auf einen Durchbruch des damals 19-Jährigen – vielmehr sollte dessen möglicher Misserfolg den Verantwortlichen in München die Dringlichkeit seiner Forderung nach einem klassischen Sechser vor Augen führen. Doch es kam anders.

Pavlovic spielte sich sowohl unter Tuchel als auch unter Vincent Kompany im Mittelfeld fest – und fährt als Stammspieler der deutschen Nationalmannschaft mit zur Weltmeisterschaft nach Amerika. Gemeinsam mit dem Dortmunder Felix Nmecha wird er die Kommandos in der DFB-Schaltzentrale geben. „Pavlo ist sehr fleißig und viel unterwegs, auch Felix, der bei uns ein bisschen höher steht als in Dortmund. Ich war zufrieden mit den beiden, sie haben es sehr gut zusammen gemacht“, lobte Bundestrainer Julian Nagelsmann sein Mittelfeld-Duo nach dem 4:0 gegen Finnland.

Bleibt nur die Frage: Wer ist hier eigentlich der Boss? Die strategische Rolle soll in erster Linie Pavlovic als Ballmagnet und Passmaschine übernehmen. Nicht umsonst lässt sich der Münchner Spielaufbau auch mal zwischen die Innenverteidiger fallen. Die Stärken von Nmecha liegen mit seiner Athletik und Technik darin, das deutsche Spiel in der Vorwärtsbewegung anzukurbeln.MANUEL BONKE

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