Der DFB-Reisetross hob am Dienstag vom Frankfurter Flughafen ab. © Wiegand/dpa
Und Abflug: Kimmich (links) und Pavlovic. © Instagram (3)
Die Eistonne wird noch wichtig bei der WM.
Die Nationalspieler residieren im Waldorf Astoria.
Frankfurt/Chicago – Den letzten Abend in Deutschland nutzten einige Nationalspieler für ein romantisches Essen mit ihren besseren Hälften. So hatten Kapitän Joshua Kimmich, David Raum, Pascal Groß und Waldemar Anton einen Tisch im Frankfurter In-Restaurant Zenzakan reserviert.
Keine 24 Stunden später bezogen Kimmich und seine Kollegen ihre Zimmer im Fünf-Sterne-Luxushotel Waldorf Astoria in Chicago, nachdem sie Frankfurt mit dem Linienflieger „LH434“ verlassen hatten. Interessant: In der Nobelherberge residierte auch Bastian Schweinsteiger, als er für den MLS-Club Chicago Fire spielte – und zwar in einem 230-Quadratmeter-Penthouse im 58. Stock.
In der US-Metropole am Lake Michigan möchte Bundestrainer Julian Nagelsmann seiner Mannschaft den Feinschliff für die Weltmeisterschaft verpassen. Vor allem das Thema Akklimatisierung spielt dabei eine große Rolle.
„Wir haben eine relativ frühe Anreise in die USA. Man hätte sicher auch erst später rüberfliegen können, wenn man das erste Spiel erst dann hat, wenn wir es haben (14. Juni gegen Curacao in Houston, Anm. d. Red.)“, erklärte Nagelsmsann im „Spielmacher-Podcast“ von Sports360 Media und ergänzte: „Uns geht es dabei ums Akklimatisieren im wahrsten Sinne des Wortes, um das Zurechtfinden.“
Was er meint: Die Vorrundengegner aus Curacao, Ecuador und der Elfenbeinküste werden mit den klimatischen Bedingungen in den USA besser zurechtkommen als die Deutschen. „Dafür können wir aber nichts, das ist ganz normal. Wir leben einfach nicht in dieser brutalen Hitze. Aber wir werden gut damit klarkommen, uns hoffentlich gut vorbereiten und viele Maßnahmen treffen, dass es erträglich wird“, verspricht der Nationaltrainer.
Darum hat der DFB einen Experten zum Thema Eisbaden und Regeneration eingeladen, der in den USA einen Vortrag inklusive Praxisanwendung halten wird. „Das hat natürlich mit den klimatischen Bedingungen zu tun, es geht aber auch um den mentalen Fokus auf das Wesentliche“, erklärt Nagelsmann. Beim Eisbad-Experiment sind Mannschaft und Trainerteam übrigens getrennt: „Damit die Spieler nicht sehen, wie ich mich da abquäle im kalten Wasser.“
Für das letzte Testspiel vor Turnierstart gegen die USA sagt der Wetterbericht am Samstag um 13.30 Uhr übrigens 29 Grad im Soldier-Field-Stadium an. Den Sonntag haben die Spieler in Chicago dann zur freien Verfügung, ehe es dann weiter nach Winston-Salem (North Carolina) ins Basecamp geht. „Wir bleiben zwei Tage länger, damit die Spieler sich Städte wie Chicago auch noch einmal anschauen können.“MANUEL BONKE