Vor Monaco-GP: Charles Leclerc verlängert bei der Scuderia Ferrari. © Ratnayake/dpa
Monaco – An einer idyllischen Meeresküste ließ Charles Leclerc seinen Gedanken freien Lauf. „Als ich zu Ferrari kam, war ich ein Kind, das seinen Traum lebte“, schrieb der Monegasse in einem Video auf ein Blatt Papier: „Der Traum lebt noch. Und ich bin stolz darauf, ihn gemeinsam weiter zu verfolgen. Forza Ferrari.“
Leclerc bleibt seiner geliebten Scuderia treu. Die langfristige Verlängerung für „die kommenden Saisons“ gaben der Formel-1-Pilot und Ferrari am Mittwoch unter dem Motto „Sempre Rosso“ („Immer rot“) bekannt. Emotional ist die Fortsetzung dieser Geschichte zweifellos.
Sportlich bleiben nach sieben Jahren eher Rückschlägen und Enttäuschungen. Sein Ziel bleibe es, betonte Leclerc, „die WM nach Maranello zurückzubringen“. Pünktlich zum Heimrennen in Monaco (Sonntag, 15 Uhr) darf Leclerc immerhin auf seinen ersten Rennsieg seit Oktober 2024 hoffen. Die niedrigen Geschwindigkeiten und engen Kurven auf der Strecke im Fürstentum kommen dem SF-26 entgegen. Der Traditionsrennstall geht als einer der Favoriten in das Wochenende.
Aber selbst wenn Ferrari die Chance auf Rennsiege oder gar den Titel hat, nutzt das Team sie längst nicht immer. Mal gab es Zuverlässigkeitsprobleme, mal katastrophale Rennstrategien und mal fehlten die Reifen beim Boxenstopp. „Gemeinsam haben wir unglaubliche Momente erlebt, aber auch schwierigere Zeiten“, sagt Leclerc, der seit 2019 im Cockpit sitzt, treffend.
Sein Auto war zwar immer wieder siegfähig, aber nie titeltauglich. „Ein Leclerc, der jahrelang bei Red Bull oder bei McLaren gefahren wäre: Der hätte sicherlich schon ein paar größere Erfolge zu vermelden“, sagte Experte Christian Danner dem Motorsport-Magazin.
Ferrari und Leclerc haben sich trotzdem füreinander entschieden, die Liebe ist ungebrochen. Vielleicht reicht sie irgendwann für den WM-Titel.SID