Großes Land, große Ansprüche

von Redaktion

Chicago – Mauricio Pochettino hatte seinen Julian-Nagelsmann-Moment im März. „Warum nicht wir? Warum nicht wir? Warum nicht wir? Wir müssen wirklich daran glauben, dass wir da sein können. Wir müssen träumen“, sagte der US-Nationaltrainer über eine Finalteilnahme und den Titelgewinn bei der Fußball-WM. Die USA sind trotz ihrer Rolle als Co-Gastgeber zwar noch weiter von der Position eines Titelfavoriten entfernt als die DFB-Auswahl, aber der Argentinier Pochettino hält es wie Bundestrainer Nagelsmann mit dem Grundsatz: Wer mitspielt, muss auch gewinnen wollen. Und daran glauben.

Vor dem direkten Duell am Samstag in Chicago (20.30 Uhr MESZ/RTL) – dem letzten Test vor dem WM-Auftakt für beide – haben die USA allerdings wenig dafür getan, um den Traum mit guten Ergebnissen zu befeuern. Kurz nach der Pochettino-Rede gab es im Frühjahr ein 2:5 gegen Belgien und ein 0:2 gegen Portugal. Es waren die Niederlagen Nummer sieben und acht in Serie gegen europäische Teams. „Das war vielleicht ein kleiner Weckruf. Aber wir kommen am Ende schon dahin“, sagte Ex-Kapitän Tyler Adams nach den zwei Pleiten. Er musste allerdings auch zugeben: „Es ist schon eine Weile her, seit wir einen der großen Jungs umgehauen haben.“

Dennoch: Alles andere als mindestens das Viertelfinale wäre eine Enttäuschung für die US-Boys um ihre Stars wie Christian Pulisic (AC Mailand) oder Weston McKennie (Juventus Turin). Keine Generation an US-Fußballern war so gut ausgebildet – ob das reicht?DPA

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