Hurra, die Löwen kommen wieder

von Redaktion

Die Regionalliga freut sich auf 1860

Charmant: Auch im Manfred-Zollner-Stadion in Vilzing werden die Löwen spielen. © Goldberg/Imago

Ausnahmezustand mit Blaskapelle: 2018 feierten die Löwen die Meisterschaft in der Regionalliga in Pipinsried. © Feil/Imago

München – Die Bilder schießen nicht nur Löwen-Fans sofort wieder in den Kopf. Die Fan-Invasion beim sympathischen Dorfverein aus Pipinsried, der sogar den Acker neben dem Sportplatz in eine Tribüne verwandelte, um dem Ansturm gerecht zu werden. 2018 war das. Der TSV 1860 gewann mit 3:0, die Mannschaft von Daniel Bierofka feierte die Meisterschaft in der Regionalliga. Und vorerst den Abschied von der Tour über die Dörfer, statt Auswärtsreisen mit der S-Bahn ging es in der 3. Liga wieder nach Cottbus oder Rostock.

Und nun zurück in die Viertklassigkeit. So bitter der Absturz für 1860 ist, die Regionalliga kann sich über den Zuschauermagneten freuen. Und viele Vereine auf das Spiel des Jahres. „Für die Liga ist es eine große Bereicherung und Attraktion, und für uns natürlich ein enormer Reiz“, sagt etwa Roland Dachauer, Sportlicher Leiter des DJK Vilzing: „Wir als Dorfverein mit 600 Einwohnern und unserer Vereinsgeschichte – das hätte man sich vor einigen Jahren nicht erträumen lassen. Und egal ob im Grünwalder Stadion oder bei uns daheim: Das werden zwei absolute Highlightspiele.“

Der TSV Landsberg spielte in der vergangenen Saison noch in der Bayernliga Süd. Nun stehen Duelle mit den Löwen an. „Als die Nachricht veröffentlicht wurde, ist unsere WhatsApp-Gruppe eskaliert“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Fußball, Muriz Salemovic. So richtig glaube konnte es zunächst niemand: „Ich glaube, jeder Regionalligist freut sich darüber. Es macht die Liga einfach unfassbar attraktiv.“

Sieht man auch in Memmingen so. Die kleinen Schmuckkästchen werden aus allen Nähten platzen, wenn der Traditionsverein anreist. „Die Zuschauerzahlen werden steigen, egal ob bei uns, bei Ansbach, Burghausen oder anderswo“, freut sich Esad Kahric, Sportlicher Leiter FC Memmingen.

Auch bei der SpVgg Ansbach ist die interne WhatsApp-Gruppe „durchgedreht“, so berichtet es Trainer Niklas Reutelhuber unserer Redaktion: „Diese Wucht, Tradition, Leidenschaft und Größe bekommt man in der Form bei keinem anderen Verein in der Regionalliga.“MICHEL GUDDAT

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