„Das war nicht cool“

von Redaktion

Baumann über seine Degradierung

Gut gemacht: Schlotterbecks Lob für Baumann. © dpa

Chicago – Es lief die 47. Minute gegen die USA, da versetzte Oliver Baumann das Soldier-Field-Stadion in Chicago ins Staunen. Gleich zweimal parierte er stark gegen die Amerikaner, bis der dritte Abschluss über das Tor flog. Bei Manuel Neuer hätte man wohl erklärt, dass der Ball wegen dessen „Aura“ über das Tor geschossen wurde – bei Baumann fielen diese Paraden gar nicht groß auf: einerseits, weil kurz darauf auf Abseits entschieden wurde, und andererseits, weil Baumann im weiteren Verlauf der Partie mit weiteren starken Reflexen glänzte.

Und so lieferte Baumann eigentlich ein perfektes Bewerbungsschreiben ab, um bei der WM im Tor zu stehen – Julian Nagelsmann stellte nach der Partie aber einmal mehr klar: „Manuel Neuer wird jetzt ins Training einsteigen und auch gegen Curacao spielen.“ Trotzdem sprach er Baumann ein „riesiges Kompliment“ aus. Der Keeper sei „ein unglaublicher Mannschaftsspieler, der zweimal sehr, sehr gut gespielt hat“. Nach der Partie sprach Baumann dann selbst zum ersten Mal über seine Degradierung zur Nummer zwei: „Anfangs war es hart – das war nicht ganz cool“, gab der 36-Jährige ehrlich zu. Doch Baumann bekräftigte, Neuer und das gesamte Team trotzdem unterstützen zu wollen: „Mir war sofort klar, dass ich mich in den Dienst der Mannschaft stelle. Das ist eine WM: Alles andere ist außen vor.“VT

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