Laura Philipp an der Binnenalster. © Wendt/dpa
Hamburg – Das geliebte Franzbrötchen als Lohn für ein starkes Rennen beim Ironman in Hamburg wird Laura Philipp sich erst mit einem Tag Verspätung gönnen. „Ich habe über die letzten acht Stunden sehr, sehr viel Zucker gegessen. Jetzt hätte ich eher Lust auf eine Pizza oder etwas Salziges“, sagte die Triathletin im ARD-Fernsehen nach ihrem zweiten Platz bei der Europameisterschaft in der Hansestadt. Am Montag sei sie noch in der Stadt und werde sich „auf jeden Fall das ein oder andere gönnen“.
Verdient hat sie es sich. Zwar hatte die 39-Jährige aus Heidelberg ihren dritten Sieg bei dem Rennen und ihren insgesamt vierten EM-Titel verpasst. Doch angesichts der gesundheitlichen Probleme in der Vorbereitung war sie mehr als zufrieden. Die Weltmeisterin von 2024 musste sich nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und dem abschließenden Marathonlauf nur der Weltmeisterin Solveig Lovseth geschlagen geben.
Die Norwegerin erreichte nach 8:11:11 Stunden das Ziel auf dem Hamburger Rathausmarkt. 1:18 Minuten später kam Laura Philipp an. Dritte wurde Katrine Christensen aus Dänemark.
„Ich bin unglaublich stolz, dass ich das geschafft habe und noch so nah herangekommen bin“, sagte sie. Das Rennen habe sie auf der Radstrecke verloren. Zweimal sei sie beinahe durch Böen vom Rad gefallen, berichtete sie. „Es war echt hart und teilweise gefährlich.“
Das Rennen wurde zudem durch einen Zwischenfall beeinträchtigt. Auf einem Teilabschnitt der Radstrecke lagen mehrere Metallsplitter auf dem Asphalt. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um millimetergroße Kleinstteile.
Etwa 50 Teilnehmer seien durch Reifendefekte gestoppt worden, hieß es von der Polizei. Nach Medienberichten mussten sogar bis zu 150 Triathleten ihr Rennen unterbrechen. Das Profifeld war nicht betroffen. Die Polizei war am Ort. Über Verletzte war nichts bekannt.DPA