Rekord mit Handbremse

von Redaktion

Owen Ansah knackt seine eigene Bestmarke

Lässiger Rekordjäger: Owan Ansah. © Mayer/IMAGO

Regensburg – Nach seinem Rekordlauf mit angezogener Handbremse grinste Owen Ansah breit und zuckte mit den Schultern. „Ich wollte es unbedingt auf die Bahn bringen“, sagte er nach seinen 9,98 Sekunden über 100 Meter und ergänzte voller Genugtuung: „Ich wollte zeigen, dass ich kein One-Hit-Wonder bin.“

Das ist dem Hamburger eindrucksvoll gelungen. Fast zwei Jahre, nachdem er bei den Deutschen Meisterschaften 2024 in Braunschweig in 9,99 als erster Deutscher auf der Königs-Sprintstrecke unter den magischen 10 Sekunden geblieben war, drückte er den nationalen Rekord am Samstag beim Meeting im beschaulichen Regensburger Universitätsstadion nochmal um eine Hundertstel.

Dabei war „der schnellste Deutsche aller Zeiten“, so der plakative Titel einer ZDF-Doku über Ansah, bei guten Rückenwind-Bedingungen von 0,8 Metern pro Sekunde keineswegs volles Risiko gegangen, beteuerte der 25-Jährige verschmitzt: „Ich wollte es schon in Dresden zeigen, da war ich ein bisschen zu schnell aus den Startblöcken, deswegen habe ich mir heute ein bisschen Zeit gelassen.“

Damals war er nach Fehlstart raus – diesmal durfte er lässig liegend mit erhobenem Daumen vor dem Zeitmonitor mit der nach unten korrigierten 9,98 posieren.SID

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