ZUM TAGE

Verdiente Krönung ohne Zweifel

von Redaktion

Alexander Zverev hat diesen ersehnten Triumph verdient – ohne Zweifel. Er war der bessere Spieler und es gibt keinen Nicht-Grand-Slam-Champion, der in den vergangenen zehn Jahren konstanter seine Leistung abgerufen hat. Dass er dafür nicht die zwei eigentlichen Topfavoriten schlagen musste? Hat geholfen, schmälert aber nicht seine Leistung.

Jannik Sinner hat es diesmal körperlich nicht hinbekommen. Das gehört genauso zum Gesamtbild wie Carlos Alcaraz‘ Verletzung. Zverev weiß das zu gut. 2022 war er schon nah dran am Coupe des Mousquetaires. Doch dann riss er sich in einem epischen Halbfinale gegen Rafael Nadal (der im Finale locker Casper Ruud besiegte) mehrere Außenbänder und krümmte sich schreiend auf dem Court Philippe Chatrier. Am Sonntag lag er wieder im Pariser Sand – weinend vor Glück. Der Coup gegen Cobolli ist die verdiente Krönung einer komplizierten Karriere, die sogar seinen stets stoischen Papa lächeln ließ.

Ob Zverev weitere Grand Slams gewinnt? Womöglich nicht. Ist aber auch egal. Der Hamburger hat sich 30 Jahre nach Boris Becker in die Tennis-Annalen eingetragen.

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