Yeah Yeah Yeah! WM mit Lennon/McCartney

von Redaktion

Die Magenta-Beatles: Johannes B. Kerner (l.) mit Thomas Müller und Jürgen Klopp. © Screenshot

Die Lage ist da, wie Konrad Adenauer immer gesagt hat. Wir haben WM – und was für eine! Das aufgemopste XXL-Event ist quasi der Reiner Calmund unter den Turnieren. Und seit gestern wissen wir: Wenn der Kick keinen Spaß macht, liegt’s nicht an ZDF und Magenta. Denn die legten mit fabelhaften Übertragungen los, bei denen man sich sogar als FIFA-Skeptiker gedacht hat: Boah, das macht Bock! Wir verraten, was in den „Schnatterbuden“ los war, wie Laura Wontorra die WM-Vollversammlungen getauft hat.

– Das Berliner Aztekenstadion: Das ZDF hat sich eine fesche TV-Arena im Hauptstadtstudio Zollernhof gebastelt. Gestern war das Sofa so vollgestopft wie früher bei „Wetten, dass…?“ – nur, dass niemand nach einer Viertelstunde zum Flieger musste. Jochen Breyer brachte Per Mertesacker, Chris Kramer und Fritzy Kromp schonend bei, dass sie sich für die nächsten fünfeinhalb Wochen nix anderes vornehmen sollten. KMH jauchzte inhaltlich völlig korrekt: „Das ist WM!“ Trotz epischer knapp vier Stunden vor dem Anpfiff war’s fast immer spannend, mit Berichten von Mexiko bis zum Iran. Perfektes Fazit vom Kult-Schwarzwäldler Christian Streich: „Schgut!“

– Der neue ZDF-Lieblings-Experte: Der Chrischtian ist garantiert unterhaltsamer als WM-Spiele wie Paraguay gegen Auschtralien. Er hatte geschtern 61. Geburtstag (damit ist der Sch-Gag dann auch totgeritten), ließ sich zurecht feiern und verriet, wie er die letzten zwei Jahre im Ruhestand verbracht hat: „Ich hab Fahrrad reparieren gelernt – bedingt! Und ich hab tausend Seiten Moby Dick glese, das ging ewig.“ Nach Moby Dick analysiert er jetzt mit seiner lakonischen Art die Mega-WM, quasi Moby Kick, und das wird Freude machen.

– Die Magenta-Beatles: Das ZDF war gut, Magenta war besser. Der Telekom-Sender stellte Thomas Müller und Jürgen Klopp ins Aztekenstadion, quasi die Lennon/McCartney des Fußball-Erklärens – so gut sind die beiden. Yeah Yeah Yeah! Dazu noch Johannes B. Kerner, das könnte ein TV-Sommermärchen geben. „Als ich den Rasen gesehen habe, habe ich gedacht: Hast du die Fußball-Schuhe dabei? Dann kam aber schnell das Verständnis, nee, ist besser so“, feixte Thomas Müller. Er riet Kloppo dringend, Bayern-Kandidat Nathaniel Brown nicht zu sehr zu loben, sonst explodiert die Ablöse – „und dann ist in München schlechte Stimmung“. In New York standen dann noch Laura Wontorra und Mats Hummels vor den Wolkenkratzern, mehr WM geht kaum.

– Los comentaristas: Mit Olli Schmidt und Wolff Fuss schickten ZDF und Magenta ihre Parade-Plauderer nach Mexiko – und die kommentierten gewohnt gut. Señor Fuss wusste über den Prominenten-Auftrieb beim WM-Start: „So ein Eröffnungsspiel ist besonders besonders.“ Und über die gut dotierte Mexiko-Bundesliga verriet er: „Da wird auch nicht mit Nüssen bezahlt.“ Der Mann geht einem nicht auf die Nüsse, darüber wird man in den nächsten Wochen noch froh sein.

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