Es geht doch: Ausbau des Grünwalder Stadions. © IMAGO
München – Zehn Tage nach dem Zwangsabstieg geistern weiter viele Fragezeichen durch Giesing. Hasan Ismaik geht juristisch gegen die Kündigung des Kooperationsvertrags vor, die Vereinsspitze muss unterdessen eine neue Mannschaft für die Regionalliga Bayern (Start am 23. Juli) zusammenstellen. Das Problem: Noch ist unklar, ob die Fußballfirma Insolvenz anmelden muss.
Am Montag starten die Löwen mit einer gemischten Gruppe aus Spielern des letztjährigen Bayernligateams und Profis mit gültigem Regionalliga-Vertrag (u.a. Althaus, Kiefersauer), angeleitet von U 21-Coach Alper Kayabunar. Nach der ersten Trainingswoche steht das erste Testspiel an: am Samstag (14 Uhr) beim VfB Forstinning.
Ein anderes wichtiges Thema hingegen entwickelt sich weiter: die Zukunft des Grünwalder Stadions. Das Präsidium um Gernot Mang traf sich in dieser Woche gleich zweimal mit der Münchner Stadtspitze. Nach unseren Informationen konnten die Löwen die Miete für die Regionalliga deutlich von rund einer Million Euro (3. Liga) auf 400. 000 Euro senken. Wichtig für Sechzig: Nun kann der Verein die Auflagen vollständig beim BFV einreichen, um (zumindest) die Regionalliga sicherzustellen.
Trotz des Absturzes in die Regionalliga steht der Plan, das Grünwalder Stadion modernisiert auszubauen. Es ist nach wie vor geplant, „dass die Löwen das Grünwalder Stadion in Erbpacht übernehmen“, so Bürgermeisterin Verena Dietl.
Stadt und Verein hatten vor einigen Monaten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese ist so gut wie fertiggestellt – und beinhaltet nach Informationen unserer Zeitung folgende Eckpunkte: Rundum-Überdachung (Lärmschutz), die Kult-Anzeigetafel in der Westkurve soll jedoch erhalten bleiben; Kosten: 120 – 125 Millionen Euro; Kapazität für 27. 000 Zuschauer; gewünschte Fertigstellung zur Saison 2030/31; während des Umbaus temporärer Umzug ins Olympiastadion.
Das Projekt soll durch die Stadt, Sponsoren und durch die Vergabe von Namensrechten (beispielsweise drei Millionen jährlich über zehn Jahre) finanziert werden. Am 19. Juni sollen in der Sechzgeralm am Trainingsgelände die Anwohner über die neuesten Entwicklungen informiert werden.MBU, ULK