Florian Wirtz fehlte 2022 verletzt. © Woitas/dpa
Erstes WM-Turnier: Jonathan Tah. © Gambarini/dpa
Winston-Salem – Nico Schlotterbeck steht vor seiner zweiten WM. Sie fühlt sich aber wie die erste an.„In Katar“, blickt er zurück auf 2022, „wusste ich gar nicht, was das für eine Bedeutung hat, was das auslösen kann.“ Er hat es dann gemerkt, als ihm nach einem Fehler im Auftaktspiel gegen Japan die Kritik um die Ohren flog. Auch im jetzigen Kader sieht er „einige Jungs, die sich keinen großen Kopf machen“ – so wie vor dreieinhalb Jahren er.
15 der 26 deutschen Spieler sind WM-Neulinge – eine überraschend hohe Zahl, denn der Kader wirkt, als habe er schon einiges erlebt. Doch es gibt eben Spieler, bei denen man nicht auf dem Schirm hat, dass sie das erste Mal dabei sind.
Florian Wirtz, der bislang teuerste deutsche Spieler: 2022 fehlte er, weil sein Kreuzbandriss frisch verheilt war und der DFB nicht das Risiko eines Rückschlags eingehen wollte. Auch mit seinem Fehlen wurde das frühe Scheitern erklärt.
Jonathan Tah: Seine Karriere nahm im Leverkusener Meisterjahr (2024) Fahrt auf, bis dahin stand er mit der Nationalmannschaft in einer On-off-Beziehung. Einziges Turnier bis zur EM 2024 war die EM 2016 – als Nachnominierter für Antonio Rüdiger, dem im Training das Kreuzband riss. „Ich spüre, wie große eine WM ist“, sagt der 30-jährige Debütant.
Oliver Baumann: Die Torhüter bei der WM 2022 waren Manuel Neuer, Marc-Andre ter Stegen und Kevin Trapp. Baumann gehörte bei der EM 2024 erstmals einem Turnierkader an, sein erstes Länderspiel bestritt er erst nach der EM 2024. Jetzt mit 36 erfüllt er sich den WM-Traum. Auch mit Einsätzen?
Nico Schlotterbeck sieht den DFB-Kader als interessante Mischung „aus Spielern mit viel Talent und solchen, die ihre letzte WM bestreiten“. Bei manchen kann sie gleichbedeutend mit der ersten sein.GÜK