Wenn eine Durststrecke endet: Die Mannschaft der New York Knicks feiert zusammen mit Club-Eigner James Dolan (M.) ihren ersten Titel in der NBA seit 53 Jahren. © IMAGO / A. DAVIS
Köln/San Antonio – Als Victor Wembanyamas letzter Verzweiflungswurf ans Brett klatschte, brach bei den New York Knicks die Party los. Auf dem Parkett in San Antonio und im Big Apple, wo Tausende Fans den ersten NBA-Titel seit 53 Jahren feierten. „HISTORY“, schrieb New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani in den Sozialen Medien.
Der Held des Abends hielt sich zunächst zurück. Jalen Brunson überließ das Champagner-Bad seinen Teamkollegen – darunter auch Ersatz-Center Ariel Hukporti, der sich als dritter Deutscher nach Dirk Nowitzki und Isaiah Hartenstein NBA-Champion nennen darf.
Brunson, oft als zu klein abgetan, zog sich zunächst mit einem Handtuch über dem Kopf zurück und vergoss Tränen der Freude. „Es ist mir noch nicht richtig bewusst“, sagte der Spielmacher. „Es ist alles, wovon wir immer geträumt haben.“
Für den 29-Jährigen hat der Titel eine besondere Bedeutung. Sein Vater Rick gehörte 1999 zu jener Knicks-Mannschaft, die die Finals gegen San Antonio verlor. Heute ist er Assistent von Headcoach Mike Brown.
Arien Hukporti auf Nowitzkis Spuren
Beim 94:90 in Spiel fünf erzielte Brunson fast die Hälfte der New Yorker Punkte. Brown lobte seinen Star überschwänglich: „Die Leute nehmen ihn nicht ernst genug. Sie sagen, er sei zu klein. Dabei ist er ein MVP-Kandidat.“ Folgerichtig wurde Brunson zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt.
Im Duell der Schlüsselspieler stach er sogar Victor Wembanyama aus. Der Franzose sprach nach seiner ersten Finalserie selbstkritisch von fehlender Bereitschaft. Die Spurs verspielten auch in Spiel fünf eine Führung – sehr zur Freude prominenter Knicks-Fans wie Timothée Chalamet und Ben Stiller. Danach ging die Meisterparty in New York weiter.SID