Innig: Experte Thomas Müller umarmt Bastian Schweinsteiger. © jh
Hallo Deutschland, wie KMH so gern sagt! Gestern ging’s also los gegen Curaçao, gegen das Vestenbergsgreuth der Karibik. Und es lief nach Ausgleichs-Schock doch noch wunderbar. ARD-Cassandra Bastian Schweinsteiger war in Houston zwar zwischenzeitlich „Cura-sauer“. Doch dann startete Deutschland, die SpaceX-Rakete mit Zündaussetzer, kraftvoll durch. Wir fassen für Sie zusammen, was beim Ersten Deutschen Telekom-Fernsehen los war.
Der Magenta-Sonntag: Für die pinke Pinke, für 22 Euro bis zum Finale, gab’s wieder Fußball-Comedy. Thomas Müller verriet, wie er seinen Experten-Job sieht: „Da ist immer ein bissl Schmäh dabei.“ Kloppo lief mit Deutschland-Trikot unter dem Sakko auf, wie 2006 beim Sommermärchen mit dem Hubschrauber-Kaiser. Er forderte: „Wir müssen uns reinbeißen ins Turnier.“ Mit Beißen – da kennt er sich aus. Bei Müller fällt auf, dass er mit seinen klaren Ansagen und mit Bart immer Breitner-esker wird: „Manuel Neuer steht ja nicht im Tor, weil er vor zehn Jahren mal die Bälle gut gehalten hat.“
Neues von der Boyband: Thomas Müller übte amüsiert Kritik an der Gewichtsentwicklung von ARD-Spezi Schweinsteiger: „Den Basti kann man so schön kuscheln, der ist ein kleiner Teddybär geworden.“ Nach dem 7:1 war die Magenta-Boyband, die New Kids on the TV-Block, richtig happy.
Jürgen Klopp, zuvor als Killer-Kloppo noch Nagelsmann-Skeptiker, schwärmte über das brasilianische Traditionsergebnis: „Für mich war’s ein Rundum-Sorglos-Paket.“ Thomas Müller widersprach nicht und verriet, wie er früher seine DFB-Tore gemacht hat: „Einfach das Bügeleisen hinhalten, hab ich von Luca Toni gelernt.“
Der ARD-Sonntag: Beim WM-Armenhaus war man gespannt, ob Esther Sedlaczek und ihr Teddy Schweinsteiger wieder in Personalunion moderieren, analysieren, amüsieren und dementieren müssen. Und genauso war’s. Immerhin standen die beiden jetzt am Spielfeldrand, mitten unter Menschen. Schweini erklärte die Aura von „Gummimensch“ Manuel Neuer: „Du siehst bei Manu nie jemanden aus 25 Metern schießen, weil jeder weiß, das hat keinen Sinn.“ In der zweiten Hälfte tanzte er mit den Fans aus der Karibik. Und Esther verriet, „wo Curaçao liegt“ – nämlich sechs Tore hinten.
Das ARD-Spiel: Esther Sedlaczek gab ab zum „Kommentator Ihres Vertrauens“ Tom Bartels – was nicht jeder so sieht. Der Kommentier-Weltmeister von 2014 war erst begeistert vom „Traumstart“, und dann entsetzt: „Ich will nicht sagen, ich steh unter Schock, aber das war so nicht zu erwarten.“ Seine Analyse von Curaçaos Trainer: „Dick Advocaat kann über Wasser gehen.“ Doch dann quatschte Major Tom so lange übers 2:1, bis Schlotterbeck die Kugel ins Tor wuchtete: „Man muss es nur herbeireden!“ Nach dem 3:1 war alles geritzt. Wolff Fuss bei Magenta: „Wenn die Arbeit getan ist, kommen die Artisten.“ Oder, wie die Sportfreunde Stiller singen würden: „Erst Curaçao-Goal – dann alles under Control!“